Zusammenschluss von Wedendorf und Köchelstorf : Bürgermeister besiegeln Fusion

Hans Werner Gaul, Annemarie Böttcher und Dieter Schrader (r.) unterzeichneten den Fusionsvertrag in Köchelstorf.  bohlmann
Hans Werner Gaul, Annemarie Böttcher und Dieter Schrader (r.) unterzeichneten den Fusionsvertrag in Köchelstorf. bohlmann

Die Partnerschaft ist besiegelt: Wedendorf und Köchelstorf unterzeichneten die Fusionsverträge. Der geschlossene Vertrag tritt mit dem 30. Juni 2011 in Kraft - Die neue Gemeinde wird in Zukunft rund 670 Einwohner zählen.

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18. Dezember 2010, 04:31 Uhr

Köchelstorf | Die Partnerschaft ist besiegelt: Wedendorf und Köchelstorf unterzeichneten im Rahmen einer Weihnachtsfeier der Senioren von Köchelstorf die Fusionsverträge. Köchelstorfs Gemeindechefin Annemarie Böttcher und ihr Stellvertreter Hans-Werner Gaul blicken optimistisch in die Zukunft. "Der Zusammenschluss wird uns gelingen, wie in einer guten Ehe mit Kompromissen und ausreichend Verständnis füreinander", sagt Gaul.

Rehnas Leitender Verwaltungsbeamter Hans-Martin Buschhart beglückwünschte die beiden Gemeinden Wedendorf und Köchelstorf, denn sie "passen historisch, landschaftlich und mit der Agrargenossenschaft auch in wirtschaftlicher Hinsicht zusammen". Ein wenig mehr an Zeit hätte sich Wedendorfs Bürgermeister Dieter Schrader gerne zur Vorbereitung der Fusion gewünscht. Trotz einiger, wie er sagt, schlaflosen Nächten, will er dieses Vorhaben mit vollenden: "Wir verfügen jetzt über ein großes Territorium. Es liegt viel Arbeit vor uns." Vom menschlichen her, sehe er keinerlei Komplikationen auf die neue Gemeinde Wedendorfer See zukommen.

Und die zählt in Zukunft rund 670 Einwohner. Der am Donnerstag geschlossene Vertrag tritt mit dem 30. Juni 2011 in Kraft. Voraussichtlich im September werden die Bürger an die Wahlurnen gerufen. Böttcher und Schrader lassen allerdings offen, ob sie erneut als Bürgermeister kandidieren.

Alles geregelt ist in puncto Standort der Gemeindefeuerwehr. Nach Angaben von Hans-Werner Gaul stehen die Kameraden hinter der Entscheidung zur Stationierung der Gerätschaften in Wedendorf. "Seit drei Jahren absolvieren beiden Wehren gemeinsame Dienstabende. Eine gute Basis für eine Zusammenarbeit", so Gaul.

Die Hochzeit beflügelt hat in jedem Fall das neue Finanzausgleichsgesetz. Dieses sieht eine schlechtere Finanzausstattung kleinerer Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern vor. "Wir sind gut beraten, jetzt alle finanziellen Vorteile zu nutzen", sagt Buschhart. Folglich können im Zuge der Fusion durch Eigenmittel und Fördergelder rund 500 000 Euro in den kommenden Jahren u.a. im Straßenbau investiert werden.

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