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Parchim: Stadtvertreter für Straßenumbenennungen : Bürger haben bei Lenin das letzte Wort

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Die Parchimer Stadtvertreter fassten jetzt den Beschluss zur Umbenennung von Straßen. Doch das wirklich allerletzte Wort haben die Einwohner: Sie entscheiden am 4. September in einem Bürgerentscheid.

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erstellt am 23.Jun.2011 | 10:35 Uhr

Parchim | Die Parchimer Stadtvertreter fassten jetzt den Beschluss zur Umbenennung von Straßen in der Weststadt. Doch das wirklich allerletzte Wort haben die Einwohner: Sie entscheiden am 4. September in einem Bürgerentscheid, ob der geplante Schilderwechsel tatsächlich vorgenommen wird. Sagen sie Nein, ist der Beschluss hinfällig. Sprechen sie sich dafür aus, bekommen mehrere Weststadtstraßen zum 1. Mai 2012 neue Namen. Dann wird zum Beispiel aus der Leninstraße die Weststadtallee, aus der Otto-Grotewohl-Straße die Neumünsterstraße.

Seit Sommer vergangenen Jahres erhitzt das Thema, das seit 20 Jahren regelmäßig hochkocht, wieder die Gemüter: Seinerzeit brachten CDU- und SPD-Fraktion einen gemeinsam verfassten Absichtsbeschluss in die Stadtvertretung ein. Ihr Vorstoß, sich von Straßennamen, die für Repräsentanten der DDR und den Revolutionsführer Lenin stehen, zu trennen, fand eine klare Mehrheit. Zugleich wurden in der Stadt aber auch Forderungen laut, eine solche Frage dürfe nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden werden. Zwei Stadtvertreter, Elke-Luise Skiba (Linke) und Eberhart Schultze (CDU) sowie die Einwohnerin Monika Stamer stellten sich daraufhin an die Spitze eines Bürgerbegehrens. In wenigen Tagen war die erforderliche Anzahl der gültigen Unterschriften zusammen. So findet am 4. September erstmals in der Parchimer Stadtgeschichte ein Bürgerentscheid statt.

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