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Lokales

17. August 2017 | 10:08 Uhr

Bürger auf Suche nach Kreisnamen

vom

Güstrow | Die Suche nach dem Namen des künftigen Großkreises, der aus den Kreisen Güstrow und Bad Doberan entsteht, hat begonnen. In der Kreisverwaltung und in der CDU-Kreisgeschäftsstelle sind bereits einige Vorschläge eingegangen. Einer der ersten war der Bützower Wolfgang Wehrmann, der den Namen Ostseekreis Güstrow favorisiert. In der Kreisverwaltung Am Wall in Güstrow liegt außerdem der Vorschlag Landkreis Warnow-Recknitz auf dem Tisch von Landrat Lutz da Cunha. Der "richtige Knaller" sei das aber auch nicht, so da Cunha. Er erwartet weitere Nennungen, die vom Kreistag gebündelt werden. Der wählt dann einen Vorschlag aus. Das Gleiche gilt für den Kreistag Bad Doberan. Drei Monate vor dem Bürgerentscheid muss er dem Innenministerium mitgeteilt werden.

In der CDU-Kreisgeschäftsstelle in der Domstraße 13 in Güstrow "führt" in der "Wunschliste" für den Bürgerentscheid der Name Landkreis Güstrow. Für den Güstrower Reiner Schmidt und die Güs trower Familie Birgit und Gernot Erbahn kommt kein anderer Name in Frage als dieser. Dagegen kann Nico Mertel aus Güstrow gut mit dem bereits seit Jahren in der Zusammenarbeit beider Landkreise gebräuchlichen Namen Mittleres Mecklenburg leben. Aus Graal-Müritz - auch im künftigen Großkreis - kommen zwei Vorschläge: Landkreis Ostsee-Warnow und Waterkant- und Binnenlandkreis.

Für Krakows Bürgermeister Wolfgang Geistert muss der Name kurz und prägnant sein. "Mit aller Rücksicht auf Doberan, die sich von Güstrow zwar schon haben schlucken lassen müssen, geht nur Landkreis Güstrow", sagt Geistert. In Krakow am See werde auch die Stadtvertretung einen Namen unterbreiten, so der Krakower.

Thomas Leuchert, Landrat von Bad Doberan, spricht sich gegen den Arbeitstitel "Mittleres Mecklenburg" aus und sieht im neuen Namen die Chance, touristisch zu werben. "Das sollte man bei der Entscheidung bedenken", so Leuchert. Einen konkreten Vorschlag könne er zwar noch nicht unterbreiten, wichtig sei ihm nur, "dass nicht versucht wird zu polarisieren". Stattdessen sollten sich die Präsidenten der Kreistage Bad Doberan sowie Güstrows zusammensetzen und über einen gemeinsamen Namen beraten. Schwaans Bürgermeister Peter Faix hat eine ganz andere Meinung: "Ich bin weder für den Namen Bad Doberan noch Güstrow", sagt er und favorisiert die Bezeichnung Ostseekreis Rostock. "Mit den Namen weiß jeder Außenstehende, wo der Landkreis liegt", sagt Faix.

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erstellt am 06.Aug.2010 | 07:04 Uhr

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