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Lokales

23. Oktober 2017 | 19:16 Uhr

Schwerin : Bühne frei für die Sommeroper!

vom

Mehr als 400 Quadratmeter groß ist die Bühne, die sich leicht angeschrägt auf der Freilichtbühne im Schlossgarten erhebt. Und der szenische Raum für die diesjährige Sommeroper, "Der Freischütz", ist noch weitaus größer.

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erstellt am 15.Apr.2011 | 08:12 Uhr

Ostorf | Mehr als 400 Quadratmeter groß ist die Bühne, die sich leicht angeschrägt auf der Freilichtbühne im Schlossgarten erhebt. Und der szenische Raum für die diesjährige Sommeroper, Carl Maria von Webers "Freischütz", ist noch weitaus größer. Denn nach rechts und links soll das Geschehen über weitere Spielflächen in die natürliche Umgebung übergehen. Hinzu kommen eine Klosterruine, die im Hintergrund gerade bis auf zehn Meter in die Höhe wächst und das Orchester beherbergen wird, sowie fünf künstliche, etwa acht Meter hohe, knorrige Eichen, die der Szenerie einen Hauch von Mystik verleihen.

"Wir liegen mit der Vorbereitung der Schlossfestspiele sehr gut im Zeitplan", sagt Joachim Kümmritz, Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters, das die Sommeroper auf die Bühne bringt, mit Blick auf Bühne, szenischen Raum, Technik und Proben mit den Statisten. Verhehlen will er indes nicht, dass der Kraftakt in diesem Jahr - denn pa rallel zu den Schlossfestspielen werden auch das Große Haus, das E-Werk, das Werk 3 sowie die Schelfkirche bespielt - größer ist als in der Vorjahren. "Uns fehlt einfach das logistische Hinterland. Die Entfernung zur Freilichtbühne ist groß, nichts geht zu Fuß, alles muss mit Fahrzeugen transportiert werden", sagt Kümmritz. Deshalb richtet er besonderen Dank an seine Mitarbeiterschar: "Es ist sensationell, was die Kollegen an zusätzlichen Belastungen auf sich nehmen."

Auch Bühnenbildner Lutz Kreisel stöhnt: "Ich hatte mir ein gut zu tarnendes Containerdorf hinter der Bühne vorgestellt für Maske, Garderobe, Requisiten, Technik und Aufenthaltsräumen für Solisten, Chor, Statisten und technisches Personal. Aus Sparsamkeitsgründen geht das aber nicht. Jetzt muss ich irgendwie versuchen, ein riesiges Zelt zu verbergen", sagt Kreisel.

Der technische Direktor des Theaters, Peter Meißner, schlägt sich zudem mit neuen Herausforderungen für Licht und Ton herum. Strenge Auflagen des Schallschutzes sind zu erfüllen, bei der Beleuchtung größere Entfernungen zu überbrücken. "Auf dem Alten Garten war alles eingespielt wie ein Uhrwerk, jetzt erfordert alles zusätzlichen Aufwand", sagt Meißner. Aber optimistisch ist er genau wie alle anderen Mitarbeiter, dass der Freischütz ein Erfolg wird. "Wir sind gut aufgestellt, alle Vorbereitungen liegen im Zeitplan, die Proben haben begonnen, es wird eine tolle Premiere am 17. Juni", versichert der Intendant.

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