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Lokales

24. September 2017 | 08:55 Uhr

Brummis donnern weiter durch Städte

vom

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2010 | 07:30 Uhr

Parchim | Die Entscheidung über eine Maut für Lastwagen auf der B5 zieht sich weiter hin. Die tägliche Kolonne mit Schiffscontainern beladener Ostblock-Brummis bleibt deshalb Parchim, Plau am See, Lübz oder Sternberg zunächst erhalten. Weil die B 191 fast parallel zur A 24 verläuft, sparen die Spediteure mit dieser Route Richtung Hamburg Maut. Deshalb hofften viele auf eine Gebührenpflicht für die B 5 im Landkreis Ludwigslust, die den Schleichverkehr beenden könnte.

Ein Abteilungsleitertreffen im Verkehrsministerium in Bonn zeigte, dass die betroffenen Länder die Verkehrslage unterschiedlich einschätzen. Einige sprechen von einer Ost-West-Route, Brandenburg z. B. dagegen von sächsischen Lkw, die auf dem Weg nach Norden sind. Einigkeit bestehe zwischen Bund und Ländern darin, dass es keine Lösung geben dürfe, unter der Dritte leiden, sagte der Abteilungsleiter im Schweriner Verkehrsministerium Thilo Schelling gegenüber unserer Redaktion.

Dies wäre laut Schelling aber bei der vorgesehenen Sperrung der B5 zwischen Lauenburg und Geesthacht in Schleswig-Holstein für schwere Lkw der Fall gewesen. Das Verwaltungsgericht in Schleswig hatte dies nach einer Beschwerde des Kreises Lüneburg noch verhindert.

Nun soll nach Angaben von Schelling ein Gutachter Daten sammeln, um die betroffenen Länder für ein gemeinsames Vorgehen zu rüsten. MV habe, so Schelling, auf die Klagen der Bevölkerung wegen der Belastung auf den Ortsdurchfahrten reagiert und sich einem entsprechenden Antrag von Schleswig-Holstein angeschlossen. In dem Gutachten, das nun in Auftrag gegeben wird, geht es u.a. um das Unfallgeschehen in den Regionen, die Belange des regionalansässigen Wirtschaftsverkehrs sowie um eine Strecken- und Verkehrscharakteristik. Hierfür wolle der Bund seine Datengrundlagen zur Verfügung stellen. Sie enthalten z.B. Ergebnisse von Zählungen, die alle fünf Jahre erfolgen.

Die Kosten für das Gutachten tragen die norddeutschen Länder und der Bund. Schelling wünscht sich einen zügigen Ablauf. In vier Wochen würde er gern den Gutachter kennen, und bis zur Sommerpause 2011 sollten seine Ergebnisse vorliegen. Bis dahin versuchen die Ludwigsluster die Plage mit einer Lkw-Geschwindigkeitsbegrenzung einzudämmen. Auf Parchimer Seite gibt es nicht einmal ein entsprechendes Tempolimit.

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