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Landkreis stellt Projekt aus Bützow auf Prioritätenliste : Brüssel baut weiter am alten Hafen mit

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Das Hafenfest hat es gezeigt: Der Ort an der Warnow hat Potenzial, künftig zur Festmeile für Bützow zu werden. Doch dafür muss am Ausbau des Areals gearbeitet werden. Ein erster Schritt scheint jetzt getan.

svz.de von
erstellt am 23.Apr.2013 | 12:09 Uhr

Das erste Hafenfest hat es gezeigt. Der Ort an der Warnow hat Potenzial, künftig zur ersten Festmeile für Bützow zu werden. Doch damit diese ersten Pflaumen nicht madig werden, muss weiter intensiv am weiteren Ausbau des Areals gearbeitet werden, und das zeitnah. Ein erster Schritt scheint getan. Denn die Lea derarbeitsgruppe in Güstrow hat den Antrag der Stadt, Geld aus Brüssel für den zweiten Bauabschnitt zu erhalten, auf Rang 3 einer Prioritätenliste gesetzt. Diese Liste gilt für Bauvorhaben in den Jahren 2013 bis 2015, informierte gestern Abend Bürgermeister Sebastian Constien im Hauptausschuss der Stadtvertretung.

Hintergrund: Nachdem mit der Umsetzung des ersten Bauabschnittes der alte Hafen teilweise in neuem Glanz erstrahlt, soll nun auch der verbleibende Teil des Areals neu gestaltet werden. Zwar gibt es einen Gestaltungsplan aus dem Jahr 1997. Doch der muss den neuen Anforderungen angepasst werden. So hatte man vor fast eineinhalb Jahrzehnten vor allem den steigenden Fahrzeugbestand im Blick und dachte an Parkplätze. Doch mittlerweile spielen ganz andere Überlegungen eine Rolle. Künftig möchte man den Hafen auch für "Fest- und Sportveranstaltungen für Wassersportler" mit nutzen.

Daher soll das Areal nun in einem zweiten und dritten Bauabschnitt weiter hergerichtet werden. Dabei erstreckt sich dieser zweite Bauabschnitt auf die Fläche zwischen Einfahrt zum Hafen bis zum Toilettenhäuschen. Und dafür sollen jetzt die Pläne aktualisiert werden.

Dabei geht es auch um die Frage: Soll das Grundstück Langestraße 2 dabei einbezogen werden. Das gehörte viele Jahren einem Engländer. Doch der ließ das darauf stehende Haus verfallen. Zuletzt wurde das an der Hauptstraße gelegene Gebäude zu einer Gefahr für die Fußgänger und Autofahrer. Nach zähen Verhandlungen erwarb die Stadt das Grundstück samt Ruine zurück. Für 22 000 Euro wurde die im Sommer 2012 abgerissen.

Damit gibt es jetzt auch die Möglichkeit, "dieses Grundstück für eine öffentliche Nutzung mit in die Planungen des 2. Bauabschnittes einzubeziehen". Aber auch eine Neubebauung mit einem Wohn- oder Geschäftshaus sei zulässig. Der so genannte Bodenrichtwert liegt für diesen Bereich bei 30 Euro je Quadratmeter. Bei einer Größe von 282 Quadratmeter würde ein Verkauf des Grundstückes 8460 Euro erbringen.

Die Stadtvertreter müssen sich also nun am 6. Mai entscheiden: Soll das Grundstück in städtischer Hand bleiben und mit überplant werden?

Die Mitglieder im Hauptausschuss waren sich gestern Abend schon einig. Das Grundstück soll in den zweiten Bauabschnitt mit einbezogen werden. "Diese Fläche könnte man begrünen und auch die Sitzgruppe der Kopernikus-Schule fände da Platz", so Karsten Thiemann (CDU). Man sei dort am Hafen unabhängiger, muss bei Veranstaltungen nicht ganze Straßen sperren, ergänzt Wolfgang Wehrmann (EB) und fügt hinzu: "Auch den Wall kann man noch stärker mit nutzen, zum Beispiel für Buden und Verkaufstände." Das Areal lasse viele Optionen offen, unterstützt auch Joachim Fiedler im Namen der SPD-Fraktion den Vorschlag.

Finanz-, Bau- und Sanierungsausschuss beraten ebenfalls noch über den Vorschlag, bevor am 6. Mai die Stadtvertreter den Weg frei machen können.

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