Brückensperrung sorgt für Unmut

Bauamtsleiterin Pia Ehbrecht, Bürgermeisterin Renate Vollbrecht, Gerd Bade vom Bauamt Dömitz sowie  Gerhard Hampel, dem Bürgermeistervize schauen zusammen mit Dr. Thorsten Uhlig (2.v.r.)  in die technischen Unterlagen.
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Bauamtsleiterin Pia Ehbrecht, Bürgermeisterin Renate Vollbrecht, Gerd Bade vom Bauamt Dömitz sowie Gerhard Hampel, dem Bürgermeistervize schauen zusammen mit Dr. Thorsten Uhlig (2.v.r.) in die technischen Unterlagen.

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09. April 2010, 08:04 Uhr

Dömitz | Seit letzten Dienstag ist in Dömitz die Torbrücke über die Dove Elde voll gesperrt. Brückeninstandsetzungsarbeiten sind der Grund. Und die sollen voraussichtlich noch bis Dienstag, den 20. April, andauern. In dieser Zeit wird der Verkehr über die B 191 Neu Kaliß und Kaliß umgeleitet.

Diese Nachricht erreichte die Dömitzer Anfang vergangener Woche, und sie stieß bei vielen auf Unverständnis. Nicht wegen der Arbeiten an sich, die bei einer Dauer von drei Wochen ganz sicher umfangreich und unbestritten notwendig sein werden. Das eigentliche Problem ist die Umleitung - denn die ist 16 Kilometer lang. Wo ist denn das noch bürgerfreundlich, kritisierte der Elbestädter Werner Schulz kürzlich deshalb in unserer Zeitung und lud am Donnerstag zu einem Vororttermin. Er wohnt nämlich in der Ludwigsluster Straße, die durch die Brückenvollsperrung vom Rest der Stadt komplett abgeschnitten ist. Ein Unding, findet der Dömitzer. Und weil er sich mit seiner Kritik nicht allein weiß, wandte er sich mit einem alternativen Vorschlag an die Stadt- beziehungsweise Amtsverwaltung. Warum nicht für die Dauer der dreiwöchigen Bauphase den Fleutendörper Steg freigeben? Zumindest für den Pkw-Verkehr. Der Steg sei, argumentiert Schulz, vor etwa zehn Jahren für 40 Tonnen Traglast gebaut worden. Wegen der TÜV-Kosten habe man ihn später zwar wieder zurückgebaut, dennoch könne die stabile Brücke - eine Konstruktion aus fünf Stahlträgern, zwei Betonpfeilern und einem Belag aus zehn Zentimeter dicken Eichenbohlen - Pkw tragen. In der Verwaltung, die zwar den Bussen im ÖPNV die Ausnahmegenehmigung erteilt habe, in den drei Wochen die Baustelle über Fährstraße - Deich - Parkplatz Festung zu umfahren, sei sein Vorschlag aus Kostengründen nicht akzeptiert worden. "Dabei ist die alternative Brücke vier Meter breit", ärgert sich Schulz und fragt: "Welche sicherheitstechnischen Bedenken sprechen gegen eine Nutzung der Brücke Fleutendörper Steg ? Und warum sind im Rahmen der Torbrückensanierung über keine Alternativen entschieden worden ?"

Um sich dieser Frage anzunehmen, war eigens Dr. Thorsten Uhlig vom Straßenbauamt Schwerin an die Elbe gereist. "Wir müssten die Brücke durch einen Prüfingenieur auf ihre Festigkeit kontrollieren lassen. Ein Blick in die Bestandsunterlagen wird ebenso notwendig sein", erklärte der im Dezernat für konstruktiven Ingenieurbau Tätige der Bürgermeisterin Renate Vollbrecht, der Bauamtsleiterin Pia Ehbrecht, Gerd Bade vom Bauamt Dömitz sowie Gerhard Hampel, dem Bürgermeistervize. Wie gestern weiter zu erfahren war, soll sich bereits ein Prüfingenieur erste Unterlagen im Bauamt abgeholt haben.

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