zur Navigation springen

Probezeit von IHK-Geschäftsführer nicht verlängert : Bruch mit IHK-Chef wegen Arbeitsstil

vom

Deutliche Kritik am Arbeitsstil des IHK-Hauptgeschäftsführers Lars Bosse aus den Reihen des Verbandes hat offenbar zu seiner Abberufung geführt. Er soll zum 30. Juni gehen.

svz.de von
erstellt am 05.Apr.2011 | 08:29 Uhr

Rostock | Deutliche Kritik am Arbeitsstil des IHK-Hauptgeschäftsführers Lars Bosse aus den Reihen des Verbandes hat offenbar zu seiner Abberufung geführt. Über das Aus für Bosse war am späten Montagabend entschieden worden. Er soll zum 30. Juni gehen. Seine Probezeit wird damit nicht verlängert.

Die Kammer, die etwa 36 000 Unternehmen in der Region Rostock vertritt, will in Kürze darlegen, wie es jetzt an ihrer Spitze weitergehen soll. Bislang ist unklar, ob es zunächst eine Übergangslösung geben wird oder ob die Vollversammlung gleich einen Nachfolger festlegt, und wann das geschehen soll.

Bosse hatte das Amt des IHK-Hauptgeschäftsführers erst Anfang dieses Jahres übernommen, nachdem ihn die Vollversammlung im Juni 2010 einstimmig gewählt hatte. Er folgte auf den langjährigen Hauptgeschäftsführer Rolf Paarmann, der in den Ruhestand gegangen war.

Zuvor leitete Bosse die die Deutsch-Polnische Auslandshandelskammer mit Hauptsitz in Warschau. Von 1998 bis 2004 war er Geschäftsführer für Industrie und Außenwirtschaft der IHK Leipzig. In dieser Zeit hatte er die gemeinsame Olympiabewerbung von Rostock und Leipzig begleitet.

Bei seinem Amtsantritt an der Spitze der Rostocker IHK Anfang dieses Jahres hatte Bosse seine Ziele abgesteckt. Dazu zählte unter anderem die Stärkung der hanseatischen Tradition der Selbstverwaltung der Wirtschaft. Bosse wollte außerdem die personelle Präsenz der IHK im Rostocker Umland, vor allem im neuen Landkreis Güstrow/Bad Doberan vorantreiben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen