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Lokales

22. September 2017 | 08:26 Uhr

"Braunschweig" zurück in Rostock

vom

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2010 | 08:29 Uhr

Hohe Düne | Nach eineinhalb Jahren Werftliegezeit ist die Korvette "Braunschweig" gestern wieder in ihren Heimathafen Rostock-Warnemünde eingelaufen. Die schwerwiegenden Gestriebeschäden, die das modernste Waffensystem der Bundeswehr und ihre Schwesterschiffe 2009 außer Gefecht gesetzt hatten, sind behoben worden. Mitte kommenden Jahres soll die "Braunschweig" wieder voll ausgerüstet und einsatzbereit sein. "Der Schiff fährt sich gut. Es gibt keine Probleme", sagte der Kommandant Boris Bollow nach der Überführungsfahr von Kiel. Bis Donnerstag wird die "Braunschweig" am Marinestützpunkt Hohe Düne liegen. Dann geht es für den 1800 Tonner zurück nach Kiel. Hier wird das Schiff wieder mit Waffen begestückt. Zusätzlich finden auf der "Braunschweig" und der zweiten Korvette "Magdeburg" Seeerprobungen statt. Sie soll wie die "Braunschweig" Mitte 2011 wieder einsatzbereit sein, die drei Korvetten "Oldenburg", "Erfurt" und "Ludwigshafen am Rhein" sollen dann ende 2011 wieder im Heimathafen eintreffen.

Lockere Schrauben und andere konstruktive Mängel sorgten für den Totalausfall der fünf Boote vom Typ K130 gesorgt. Sie mussten 2009 vorübergehend still gelegt werden.

Die genaue Höhe, der durch den Ausfall verursachten Kosten, ist unbekannt. "Wir liegen im Millionenbereich", so Fregattenkapitän Henning Faltin, Kommandeur des ersten Korvettengeschwaders. "Wir gehen ersteinmal davon aus, dass die Verursacher die Kosten übernehmen". Für Bau und Planung der Korvetten war eine Arbeitgemeinschaft von Werften aus Hamburg, Bremen und Emden verantwortlich. Die 400 Besatzungsmitglieder mussten auf andere Schiffe verlegt werden.

Faltin wird nach zwei Jahren als Kommandeur des ersten Korvettengeschwaders nach Brüssel gehen. Sein Nachfolger Lars Schümann wird ab heute die Leitung des Geschwaders übernehmen.

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