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Staatsanwaltschaft ermittelt : Brandstifter von Stöllnitz in Haft

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Gegen den mutmaßliche Brandstifter von Stöllnitz und Ex-Lebensgefährten der Hausbesitzerin wurde Haftbefehl erlassen. Im Falle einer Verurteilung muss er mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen.

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erstellt am 25.Jan.2011 | 09:20 Uhr

Stöllnitz/Breesen/Rehna | Der mutmaßliche Brandstifter von Stöllnitz muss im Falle einer Verurteilung mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen. Gegen den 52-jährigen Beschuldigten und ehemaligen Lebensgefährten der Hausbesitzerin wurde gestern Haftbefehl erlassen. "Der Beschuldigte ist geständig", sagt Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek. Darüber hinaus ermittelt die Staatsanwaltschaft "im Brandfall wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung sowie Bedrohung". Nach bisherigem Kenntnisstand habe der Mann am Montagabend das Wohnhaus seiner ehemaligen Lebensgefährtin in Brand gesetzt. Der Mann wohnte bis zur Trennung von seiner ehemaligen Lebensgefährtin im Dezember 2010 mit im Haus.

Am Montagabend suchte der 52-Jährige seine ehemalige Lebensgefährtin auf um, so Urbanek "persönliche Gegenstände abzuholen". Kurz darauf soll es zu Streitigkeiten gekommen sein. Dabei soll der Beschuldigte seine ehemalige Lebensgefährtin bedroht haben. Die Frau verließ daraufhin das Haus und begab sich bei einem Nachbarn in Sicherheit. "Zwischenzeitlich soll der alkoholisierte Mann das Wohnhaus in Brand gesetzt haben", sagt Urbanek. Einem Verwandten der Geschädigten gelang es, die verschlossene Tür zum Wohnhaus aufzubrechen, um den mutmaßlichen Brandstifter aus dem Haus zu ziehen. Mehr als 50 Einsatzkräfte der Wehren Gadebusch, Krembz und Lützow meldeten nach einem dreistündigen Einsatz: "Feuer gelöscht". Das Haus wurde durch den Brand vollständig zerstört. Die Staatsanwaltschaft beziffert den materiellen Schaden auf zirka 40 000 Euro. Familienmitglieder be gann en unterdessen mit den Aufräumarbeiten auf dem Grundstück.

Breesen: Experten prüfen

Im Fall des Brandes im ehemaligen Gutshaus von Breesen am Freitagabend gibt es neue Erkenntnisse: "Es liegen keine Hinweise auf vorsätzliche Brandstiftung vor", sagt Klaus Wiechmann, Pressesprecher der Polizeidirektion Schwerin. Ob möglicherweise ein technischer Defekt zum Brand führte, steht bislang nicht fest. Die Untersuchungen dauern an.

Klare Aussagen liegen im Brandfall Rehna vor. Dort stand am Sonnabend gegen 6 Uhr im Kleingartengebiet Kajatz eine Gartenlaube in Flammen "Wir gehen von Brandstiftung aus", sagt Klaus Wiechmann. Die Kripo Gadebusch hat dort ihre Arbeit ausgeweitet und ermittelt ebenso im Fall eines versuchten und vollendeten Laubeneinbruchs am Kajatz. "Wir gehen davon aus, dass die drei Vorfälle auf das Konto eines Täters gehen", so Wiechmann. Polizeibeamte durchsuchten mit Spürhunden das Gartengebiet. Bislang gebe es aber keinerlei Hinweise auf Tatverdächtige, so die Polizei. Hinweise nimmt die Kripo Gadebusch unter 03886/7220 entgegen.


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