Internationales Feuerwehrmuseum Schwerin : Brandschützer bewahren alte Halle

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Neue Nutzung für alte Halle gefunden: Das Feuerwehrmuseum in der Hamburger Allee 68 ist das deutschlandweit größte seiner Art. Reinhard Klawitter

Für Sport und Veranstaltungen steht die ehemalige Halle am Fernsehturm nicht mehr zur Verfügung: Denn seit nunmehr vier Jahren ist Deutschlands größtes Feuerwehrmuseum in dem Gebäude in der Hamburger Allee 68 beheimatet.

svz.de von
28. Oktober 2013, 11:56 Uhr

Für Sport und Veranstaltungen steht die ehemalige Halle am Fernsehturm nicht mehr zur Verfügung: Denn seit nunmehr vier Jahren ist Deutschlands größtes Feuerwehrmuseum in dem Gebäude in der Hamburger Allee 68 beheimatet. Ursprünglich war 2009 der Abriss der Halle im Gespräch. Durch den Einzug des Internationalen Feuerwehrmuseums Schwerin änderte sich dies jedoch, denn eine neue Nutzung konnte gefunden werden.

Vorstandsmitglied Uwe Rosenfeld erinnert sich: "Anfangs hatten wir große Probleme mit Vandalismus wie eingeschlagenen Scheiben oder Graffiti. Das hat sich zum Glück in letzter Zeit beruhigt." Ein anderes Problem sei die fehlende Heizung. Deshalb hat das Museum nur von Anfang April bis Ende Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Insgesamt 16 000 Exponate finden sich derzeit auf einer Ausstellungsfläche von 4 500 Quadratmetern. Dargestellt wird die Entwicklung der Feuerwehr von ihren Ursprüngen um 1850 bis zum Jahr 1990. Allein 1000 Orden und Ehrenzeichen gehören zur Sammlung. Fahrzeuge, Anhänger und Großgeräte dürfen natürlich nicht fehlen. 112 von ihnen befinden sich in der Ausstellung. Uwe Rosenfeld: "Mein persönlicher Favorit ist das Tanklöschfahrzeug TLF 15 Horch G5. Er ist ein echter Hingucker." Ein Hauptaugenmerk legt das Museum auf die Sozialgeschichte der Feuerwehrleute. Uwe Rosenfeld: "Wir wollen zeigen, dass dies nicht nur ein Job oder ein Hobby, sondern mehr ist". Daneben gibt es Zeitfenster, in denen die unterschiedlichen Epochen der Brandbekämpfung dargestellt werden. Auch Länderfenster sind Teil der Ausstellung. Hier werden unter anderem Objekte aus Polen, Tschechien, England und der Schweiz präsentiert.

Seinen Ursprung hat das Internationale Feuerwehrmuseum Schwerin im Landesfeuerwehrmuseum Mecklenburg-Vorpommern, das 1995 von Uwe Rosenfeld in Meetzen gegründet wurde. Die dortige Ausstellungsfläche von 1500 Quadratmetern wurde jedoch rasch zu klein. Auch eine Erweiterung um 500 Quadratmeter reichte bald nicht mehr. So kam es zum Umzug nach Schwerin. Gut zwei Drittel der Ausstellung kamen mit. Das restliche Drittel befindet sich weiterhin im Landesfeuerwehrmuseum MV. Uwe Rosenfeld begründet: "Alle Ausstellungsstücke, die einen deutschen oder einen internationalen Bezug haben, wurden nach Schwerin gebracht. Alle, die spezifisch für Mecklenburg-Vorpommern sind, blieben in Meetzen."

Mit 14 000 Gästen verzeichnete das Museum vor zwei Jahren seinen bisherigen Besucherrekord. Im vergangenen Jahr kamen 12 000 Besucher. Uwe Rosenfeld rechnet in diesem Jahr mit ähnlichen Zahlen und betont: "Alles über 10 000 Besucher ist für uns vollauf zufriedenstellend."

Von November bis März bleibt das Museum geschlossen. Diese Zeit soll genutzt werden, um die Ausstellung zu überarbeiten. Uwe Rosenfeld: "Der Atemschutzbereich soll komplett neu gestaltet werden. Das gleiche gilt für den Kinderbereich. Außerdem sind noch zusätzliche Dioramen geplant. Schließlich wollen wir noch einen Kindertag vorbereiten. Dabei sollen die Mädchen und Jungen unter anderem einen Parcours mit Modellautos bewältigen."

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