Brand in Sternberg ging glimpflich aus

Der Schwelbrand in der Couch wurde von den Sternberger Feuerwehrleuten schnell gelöscht. Oliver Borat
Der Schwelbrand in der Couch wurde von den Sternberger Feuerwehrleuten schnell gelöscht. Oliver Borat

von
05. Dezember 2010, 06:16 Uhr

Sternberg | "Ohne Rauchmelder hätte der Mensch nicht überlebt", sagte am Samstag Eckardt Meyer, der Chef der Sternberger Feuerwehr, zum Brand in einem Mehrfamilienhaus am Sternberger Finkenkamp.

Am Freitagabend gegen 20.30 Uhr bemerkte ein Mieter dieses Hauses, dass der Rauchmelder in seiner Wohnung auslöste. Da er in der eigenen Wohnung keine Ursache feststellte, begab er sich in den Hausflur, nahm Brandgeruch wahr und verständigte Polizei und Feuerwehr. Es brannte bei einem Nachbarn.

"Bei Eintreffen der Polizeibeamten waren bereits mehrere Mieter außerhalb des Gebäudes", berichtet Uwe Simon von der Polizeidirektion Schwerin. "Weitere Mieter wurden durch die Polizeibeamten aufgefordert, das Haus zu verlassen." Im zweiten Stock des Hauses trafen die Polizeibeamten auf einen Mann an der Wohnungstür, aus der Rauchgas kam. Die Wohnung konnte nicht weiter betreten werden. Der 58-jährige Mieter musste aus dem Haus gebracht und mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden, meldet die Polizei. Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Sternberg entdeckten im Wohnzimmer einen starken Schwelbrand in der Couch, der schnell gelöscht werden konnte.

Nachdem der Rauch sich verzogen hatte, durften die Mieter des Mehrfamilienhauses wieder ihre Wohnungen betreten. Der entstandene Sachschaden wird laut Polizei auf mehrere Hundert Euro geschätzt. "Nach ersten Erkenntnissen kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Mann mit einer brennenden Zigarette auf dem Sofa eingeschlafen ist", so Uwe Simon. "Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen."

Die Sternberger Feuerwehr war mit 15 Kameraden vor Ort, berichtet Eckardt Meyer. Allein zum Feuerlöschen mussten die ehrenamtlichen Brandschützer in diesem Jahr bereits rund zwei Dutzend Mal ausrücken.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen