Brände halten Feuerwehren in Atem

svz.de von
02. Juli 2010, 07:56 Uhr

Dorf Nesow/Gadebusch | Schock nach Mitternacht: In Dorf Nesow ist in der Nacht zum Freitag eine zehn mal zwölf Meter Scheune durch ein Feuer vernichtet worden. Als die Freiwillige Feuerwehr Rehna anrückte, drohten die Flammen auf ein Wohnhaus überzugreifen. "Mehrere Bäume standen bereits in Flammen, auch eine Eiche in unmittelbarer Nähe zum Wohngebäude", sagte Rehnas Wehrführer Henry Wanzenberg. Er und weitere 21 Einsatzkräfte konnten Schlimmeres verhindern. Die Bewohner des Hauses kamen mit dem Schrecken davon. Sie konnten in letzter Minute ein Auto aus einer Garage fahren.

Durch den Brand wurden mehrere landwirtschaftliche Geräte in der Scheune zerstört. Nach Angaben der Polizeidirektion Schwerin entstand ein Schaden von mehreren tausend Euro. Der ideelle Schaden dürfte kaum bezifferbar sein. "Verbrannt sind auch Räder eines Pferdefuhrwerks. Damit war ich im Winter 1945 auf der Flucht. Sieben Wochen lang von Ostpreußen bis nach Rieps. Die Räder wollte ich irgendwann meinen Söhnen schenken", sagte gestern der Besitzer der zerstörten Scheune.

Barfuß war der Mann in der Nacht aus dem Haus gelaufen und sah die meterhohen Flammen. Sekunden später scheiterte ein Hilferuf per Telefon. "Der Brand hatte auch die oberirdisch verlaufenden Telefonkabel beschädigt. Dadurch konnten die Anwohner keine Einsatzkräfte informieren. Glücklicherweise rief ein vorbeifahrender Passant die Polizei", so Niels Borgmann von der Polizeidirektion Schwerin. Nach seinen Angaben nahm die Kriminalpolizei noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Brandstiftung könne zurzeit nicht ausgeschlossen werden.

Brandstiftung war am Donnerstag Abend der Grund für einen Feuerwehreinsatz in der Stadt Gadebusch. An der Wiese am Wasserwerk waren zwei Heuballen angesteckt worden. Zwei Passanten konnten die mutmaßlichen Brandstifter im Alter von 17 und 18 Jahren bis zum Eintreffen der Polizei festhalten. Gegen sie wird wegen vorsätzlicher Brandstiftung ermittelt. Die beiden jungen Männer waren betrunken.

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