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Lokales

23. Oktober 2017 | 06:33 Uhr

Blutspende: Guter Prignitzer Schnitt

vom

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2010 | 05:54 Uhr

Prignitz | Die Prignitz glänzt, was den Anteil der Blutspender an der Bevölkerung angeht: Sind es bundesweit rund drei Prozent, so kann man in der Prignitz von fünf bis sechs Prozent ausgehen, sagt Manuela Sterna, Gruppenleiterin für Öffentlichkeitsarbeit beim DRK-Blutspendedienst Ost. Der Lebenssaft wird dringend benötigt. "Wir brauchen täglich allein in Brandenburg 1500 Konserven", verdeutlicht die Expertin.

Vor diesem Hintergrund konnten sie und ihren Kollegen sowie ehrenamtlichen Helfer den zurückliegenden Sommer ganz entspannt sein: Es gab nämlich so gut wie kein Sommerloch. "Wir haben einfach gute Partner in der Region", sagt Sterna mit einem Seitenblick auf die Kristall Kur- und Gradiertherme Bad Wilsnack. Das Unternehmen stellte für ausgewählte Termine Tageskarten zur Nutzung der Saunalandschaft und des Bades in Bad Wilsnack zur Verfügung. "Wir haben damit vordergründig die sonst eher schwächer besuchten, kleineren Blutspendetermine beworben - mit Erfolg", berichtete Manuela Sterna auf Nachfrage des "Prignitzers". Pro Termin seien 20 bis 30 Spender mehr als sonst gekommen. Und: Die Unterstützung durch die Therme soll nun eine Dauereinrichtung werden. "Wir setzen das auf jeden Fall nahtlos fort", sagte am Donnerstag Heinz Steinhart, Aufsichtsratsvorsitzender der Kristallbäder AG.

Partner sind in der Prignitz aber u. a. auch die Pflegeschule des Kreiskrankenhaus oder auch der Perleberger famila-Markt. Am 27. September ist der DRK-Blutspendedienst zu Gast in der Krankenpflegeschule. "Die Schüler bereiten alles vor, unterstützen mein Team, kümmern sich um den Imbiss", sagt Manuela Sterna. Im famila findet am 13. Oktober ein Termin statt. "Das Unternehmen gibt für jeden Spender einen Warengutschein, stellt uns außerdem Räumlichkeiten zur Verfügung."

Mit vielen Anstrengungen und mit fleißigen ehrenamtlichen Helfern habe man sich in den zurückliegenden 20 Jahren wieder den DDR-Blut spenderzahlen annähern können, resümiert Manuela Sterna, die seit 42 Jahren in diesem Geschäft ist. "Blut kann man nicht künstlich herstellen, wir brauchen es wirklich tagtäglich frisch", unterstreicht Sterna. Dabei werden die meisten Konserven Krebspatienten verabreicht. Interessiert ist das DRK grundsätzlich an allen Blutgruppen. Am universellsten verwendbar ist die Blutgruppe 0 negativ. Am weitesten verbreitet seien in der Prignitz 0 positiv und A positiv. "Wir freuen uns über alle Spender, jeder ist willkommen", so Sterna. Blut spenden kann man zwischen 18 und 70 Jahren, Erstspender dürfen jedoch nicht älter als 60 sein.

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