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Lokales

19. November 2017 | 20:48 Uhr

Blütenpracht in lauer Sommernacht

vom

svz.de von
erstellt am 18.Jul.2011 | 07:04 Uhr

Brillante Arien aus Fledermaus und Co., lateinamerikanisches Feuer, humorvoller Satzgesang um kleine, grüne und stachelige Pflanzen sowie Gänsehautmelodien aus dem Saxofon: Die Elblandfestspiele 2011 werden mit ihrer Mischung aus klassischen Melodien und modernen Genres den Besuchern mit Sicherheit lange in Erinnerung bleiben.

Mussten die Gäste am Freitagabend noch frieren, hatte das Wetter am Samstag ein Einsehen und überschüttete bereits die traditionelle nachmittägliche Kaffeetafel mit Sonnenschein. Hier plauderten die Stars ohne die ihnen so oft nachgesagten Allüren aus dem Nähkästchen, während sich zahlreiche Besucher die Festspieltorte schmecken ließen. Mit der spontanen Jamsession, in die auch Michael Hansen, Präsident des Festspielvereins, mit Gitarre und Panflöte einstieg, hatte der Nachmittag seinen kulturellen Höhepunkt gefunden.

Als um 20.15 Uhr schließlich die ersten Töne von Tschaikowskis "Blumenwalzer" ertönen, die Damen und Herren des MDR-Fernsehballetts in fantasievollen Kostümen die Bühne erobern, wird einmal mehr klar, dass Wittenberge während der Elblandfestspiele in der Liga der ganz großen Kulturstätten mitspielt. Kaum dass Erkan Aki, Radoslav Rydlewski und Christian Grygas besingen, "Wie die Blumen im Lenze blühn", blühen auch "Tausend Rote Rosen" im Spopran von Eva Lind, Stefanie Schaefer und der Lotte-Lehmann-Preisträgerin Sirje Viise, die ihre Glanzleistung später am Abend mit den "Klängen der Heimat" aus der "Fledermaus" abliefert. Einen Arien-Klassiker gibt auch Geert Chatrou, dreifacher Weltmeister im Kunstpfeifen, mit seiner spitzmündigen Interpretation der "Königin der Nacht" aus Mozarts "Zauberflöte", zum Besten. Für Auflockerung zwischendurch sorgen die Comedian Harmonists today, die sich natürlich ihrem kleinen grünen Kaktus widmen.

Nach der Pause wird es poppig, denn Tina Tandler mischt mit ihrem Saxofon das Ballett auf, intoniert erst sanft das Thema des Abends, "petit fleur", legt dann aber mit "Peter Gunn" aus dem Film Blues Brothers ordentlich nach. Es folgen Yma America und Eduardo Villegas, die mit dem "Girl from Ipanema" lateinamerikanisches Feuer ins Publikum spielen.

Mit dem großen Showfinale, in dem es natürlich heißt "Vielen Dank für die Blumen" bedanken sich die Stars noch einmal beim begeisterten Wittenberger Publikum, bevor Moderatorin Madeleine Wehle - inzwischen vom frivolen Blumenmädchen zur eleganten Dame avanciert - zur Huldigung der "Wittenberger Luft" aufruft und das Feuerwerk donnernd bunte Sterne in den Himmel über der Ölmühle zaubert. "Seit einigen Jahren sind die Mottos der Festspiele Programm", resümiert Vereinspräsident Michael Hansen. " Und für ,petite fleur traf das ganz besonders zu."

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