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Hansa-Coach Peter Vollmann : Bloß noch nicht ans Feiern denken

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"Wenn man vorher schon die Party plant, gibt es meistens hinterher nichts zu feiern. Schließlich möchte man ja auch nicht schon vor seinem Geburtstag beglückwünscht werden, weil es Pech bringen soll", sagt Vollmann.

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erstellt am 13.Apr.2011 | 06:51 Uhr

Rostock | "Wenn man vorher schon die Party plant, gibt es meistens hinterher nichts zu feiern. Schließlich möchte man ja auch nicht schon vor seinem Geburtstag beglückwünscht werden, weil es Pech bringen soll", sagt Hansa-Trainer Peter Vollmann. Der 53-Jährige will bei nur noch sechs ausstehenden Runden und 17 Punkten Vorsprung auf Verfolger Kickers Offenbach von Jubel, Trubel, Heiterkeit noch nichts wissen. "Das sind doch alles nur störende Ablenkungsmanöver. Wir müssen uns einzig auf das Spiel konzentrieren. Was danach sein könnte, braucht uns nicht zu interessieren. Gelingt uns das nicht, kriegen wir vom Ergebnis her auf die Fresse", so der Rostocker Coach im Hinblick auf die Auswärtspartie bei Aufsteiger 1. FC Saarbrücken am Sonnabend um 14 Uhr (live im NDR-Fernsehen).

Daher wird auch kein Sekt kalt gestellt oder Bier mit auf die weite Tour ins Saarland genommen. "Wer eine Buddel mit hat, kann gleich zu Hause bleiben", droht Vollmann, stimmt dann aber auch einen versöhnlicheren Ton an: "Wenn es denn so kommt, können wir wie in Heidenheim bei der ersten Tankstelle kurz anhalten und einen Kasten Bier holen."

Um die Reisestrapazen von rund 900 Kilometern bestmöglich abzufangen, fahren die Ostseestädter bereits heute Mittag - zwei Tage vor dem Spiel - los. Das dies im Hinblick auf den "drohenden" Aufstieg geschieht, verneint der Chefcoach. "Das hängt allein mit den Kosten zusammen. Einen Flug können wir uns nicht leisten. Um uns aber optimal auf diese Partie vorbereiten zu können, reisen wir eben einen Tag früher, damit wir dort noch einmal trainieren können. Dass es jetzt so passt, ist Zufall. Wir hatten das schon eher so geplant und nicht erst kurzfristig nach dem Sieg gegen Dresden", verrät Vollmann.

Über die Motivation macht sich der Fußball-Lehrer keine Gedanken. "Dieses Spiel hat so viel Bedeutung für uns. Mehr Aufwand und Wille gibt es eigentlich nicht", so der Coach. Für ihn gehe es jetzt vielmehr um die richtige Anspannung: "Wenn wir es schaffen wollen, muss die Spannung extrem sein. Wir sollten uns im Training beackern und bekämpfen. Das haben wir getan, wenn es anfangs auch ein bisschen schwer war. Doch das sind gute Voraussetzungen, um am Wochenende in die Partie zu gehen."

Vollmann betrachtet das Duell mit Saarbrücken als Endspiel für beide Teams. Denn die um den Klassenerhalt kämpfenden Gastgeber benötigen noch einige Punkte. "Ich erwarte eine Menge Gegenwehr. Saarbrücken wird die Punkte nicht herschenken und sich schon gar nicht damit beschäftigen, ob wir hinterher feiern können oder nicht. Daher heißt es für uns, jegliche Ablenkung zu vermeiden."

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