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Technik komplett zerstört : Blitz sprengt Steckdosen aus der Wand

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In Kritzow ist ein Blitz in einen Wohnblock eingeschlagen - mit so großer Energie, dass er den gesamten Dachstuhl angehoben und überall unter Putz liegende Kabel samt Steckdosen aus der Wand gesprengt hat.

svz.de von
erstellt am 02.Jun.2011 | 09:59 Uhr

benzin | Wie jeder Erwachsene hat auch Bürgermeister Eberhard Korf schon diverse Gewitter erlebt. "Doch dieser Knall war etwas Besonderes und ohne Genaues zu wissen, sagte mein Nachbar sofort zu mir: Am besten, wir ziehen uns an. Da ging schon das Telefon", erzählt der Wehrführer der Gemeinde Kritzow.

Die Männer erfahren, dass ein Blitz in den der Gemeinde gehörenden Wohnblock in der Benziner Dorfstraße eingeschlagen ist - mit so großer Energie, dass er unter anderem den gesamten Dachstuhl angehoben hat und etwa ein Viertel der Dachpfannen nicht mehr auf ihm liegt, überall unter Putz liegende Kabel samt Steckdosen aus der Wand gesprengt wurden, Türen nicht im Rahmen blieben und Heizungsleitungen sowie eine Giebelwand gerissen sind. Die Feuerwehren aus Kritzow, Parchim (wegen der dort vorhandenen Drehleiter), Kreien, Wahlstorf und Vietlübbe sowie Gutachter machen sich auf den Weg zum Unglücksort - zusammen letztlich 40 Einsatz- und zehn andere Fachkräfte.

"Das Wichtigste ist, dass keiner der zehn Bewohner verletzt wurde", sagt Gerd Holger Golisz, Leiter des Amtes für zentrale Dienste im Amt Eldenburg Lübz. Allerdings wurden alle evakuiert, weil ihre Wohnungen vorerst nicht mehr nutzbar sind. Sachverständige ermittelten, dass das Gebäude nicht einsturzgefährdet ist. Instabil sind lediglich nichttragende Wände im Dachgeschoss. Der Gesamtschaden könnte nach ersten Schätzungen dem Bürgermeister zufolge bei 100 000 Euro liegen.

Korf und Golisz haben als positiv hervor, dass alle vom Unglück Betroffenen sofort bei Nachbarn oder Bekannten unterkamen und sich zudem die Gaststätte Lindeneck bereit erklärte, eine Familie aufzunehmen.

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