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Polizeibericht Bande werden 29 Wohnungseinbrüche zur Last gelegt

20.03.2018, 14:27 Uhr

Die Verdächtigen seien vor allem in Dörfern aktiv gewesen.

Einen Monat nach der Verhaftung einer mutmaßlichen Einbrecherbande legen die Ermittler den sieben Verdächtigen bereits 29 Wohnungseinbrüche Mecklenburg-Vorpommern zur Last. Anfangs hatte die Polizei vermutet, dass die Bande für acht Wohnungs- und Hauseinbrüche verantwortlich ist.

Die Verdächtigen seien vor allem in Dörfern aktiv gewesen und hätten freistehende Einfamilienhäuser aufgesucht, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust am Dienstag. Bisher würden der Bande vor allem Tatorte in Westmecklenburg zugeordnet, aber auch einer in der Nähe von Güstrow. Möglicherweise gingen auch Einbrüche in der brandenburgischen Prignitz auf das Konto der Einbrecher. Die Ermittlungen dauerten an.

Bei den Verdächtigen wurden dem Sprecher zufolge rund 40 Uhren sowie Schmuckstücke und Computerspiele gefunden, deren rechtmäßige Eigentümer die Polizei jetzt mit Fotos im Internet sucht. Nach Schätzung der Beamten wurden bei den Einbrüchen Sachen im Gesamtwert von 40 000 Euro gestohlen. Der Gesamtschaden belaufe sich auf etwa 80 000 Euro. Seit der Festnahme der fünf Männer und zwei Frauen im Februar werden dem Sprecher zufolge in der Region deutlich weniger Einbrüche verzeichnet.

Das Kriminalkommissariat Ludwigslust hatte nach einer Häufung von Hauseinbrüchen zu Jahresbeginn eine achtköpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet. Entscheidend für die Aufklärung der Taten seien Zeugenhinweise gewesen, hieß es. An den Festnahmen seien 67 Beamte aus mehreren Bundesländern beteiligt gewesen.