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Badestelle von Langen Brütz am Dienstag gesperrt : Blaualgenalarm am Cambser See

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Am Montag fanden an der Badestelle von Langen Brütz noch Schwimmkurse statt. Am Dienstag war daran nicht zu denken: Blaualgen ließen das Wasser des Cambser Sees in grünen, blauen und türkisen Tönen schimmern.

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erstellt am 05.Jul.2011 | 08:14 Uhr

Langen Brütz | Am Montag fanden an der Badestelle von Langen Brütz noch Schwimmkurse statt. Gestern war daran nicht zu denken: Blaualgen ließen das Wasser des Cambser Sees in grünen, blauen und türkisen Tönen schimmern. Ein öliger Film schwamm auf der Wasseroberfläche, verschmutzte die Steganlage von Langen Brütz und auch den Schilfgürtel im südlichen Bereich des Cambser Sees. Dort darf nun niemand mehr ins Wasser. Das Amt Ostufer Schweriner See sprach ein Badeverbot aus. Jetzt wird täglich kontrolliert. Erst wenn die Cyanobakterien wieder verschwunden sind, soll die beliebte Badestelle wieder frei gegeben werden.

Entdeckt wurde die Verunreinigung gestern früh von einem Schwimmlehrer. Der alarmierte das Parchimer Landratsamt. Wasserproben wurden genommen, um die exakte Ursache zu ermitteln. Am Nachmittag kam die Nachricht, dass in der Probe Blaualgen in hoher Konzentration festgestellt worden sind.

Vorsorglich wurden aber noch am Vormittag auch die Feuerwehren von Langen Brütz, Leezen und Crivitz alarmiert. Die Kameraden errichteten an der Badestelle eine Ölsperre. Zeitgleich wurde auf dem Wasser und am Ufer nach möglichen Quellen der Verschmutzung gesucht - ergebnislos. Diese Suche konnte eingestellt werden, als das Untersuchungsergebnis Blaualgen vorlag.

"Wir hatten an den Seen unserer Region in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten noch nie einen Blaualgenbefall", berichtet Frank Bierbrauer-Murken vom Amt Ostufer. Die Qualität des Badewassers an den ausgewiesenen und kontrollierten Badestellen war in alle den Jahren immer sehr gut.

Warum es in einigen Seen an heißen Sommertagen zur massenhaften Entwicklung von Cyanobakterien kommt, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Ein hoher Phosphat- oder Nährstoffgehalt im Wasser könnten dafür verantwortlich sein. Wenn Blaualgen massenhaft auftreten, vermindern sie die Wasserqualität. Diese Bakterien erzeugen auch Hormone und Gifte. Einige dieser Toxine können auch für Menschen gesundheitsgefährdend sein. Nach dem Absterben werden die Blaualgen mikrobiell abgebaut. Dabei sinkt die Sauerstoffkonzentration im betroffenen Gewässern, es kann zum Fischsterben kommen.

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