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Zur Vorsicht am Schweriner See gemahnt : Blaualgen im Freibad Kalkwerder

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Kaum wird das Wetter wieder schöner, schon trüben Blaualgen den Wasserspaß im Schweriner See. In der Badeanstalt Kalkwerder entdeckten die DRK- Wasserwächter einen grün-blauen Film auf dem Wasser.

svz.de von
erstellt am 27.Jul.2011 | 07:14 Uhr

Schwerin | Kaum wird das Wetter wieder schöner, schon trüben Blaualgen den Wasserspaß im Schweriner See. In der Badeanstalt Kalkwerder entdeckten die DRK-Wasserwächter gestern Früh einen grün-blauen Film auf dem Wasser. Das Gesundheitsamt bestätigte wenig später: Blaualgen. Sie können bei Kontakt Haut- und Schleimhautreizungen auslösen und beim Verschlucken des belasteten Wassers sogar zu Erbrechen und Durchfall führen. Besonders Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet, Eltern sollten darauf achten, dass ihre Kinder nicht in den Algenanschwemmungen spielen, so die Verwaltung. Ein Badeverbot wurde in Kalkwerder allerdings nicht verhängt, stattdessen weisen Warntafeln auf die Risiken hin und die DRK-Wasserwächter informieren.

An der Badestelle von Langen Brütz im Cambser See waren Anfang Juli ebenfalls Blaualgen entdeckt worden - nach einer Wasser-Untersuchung wurde dort aufgrund der hohen Konzentration von Cyanobakterien (so der Fachausdruck für die Algen) sofort ein Badeverbot verhängt. "Im Freibad Kalkwerder ist der Algenbefall aktuell nicht so stark, dass wir hier sperren müssten", sagt Christine Schulrath vom Gesundheitsamt. "Die meisten Blaualgen befinden sich im Strandbereich. Schwimmer können aber vom Steg aus weiter hinten in den See gehen."

An anderen Badestellen seien zurzeit keine Blaualgen gefunden worden, hier seien Schwimmen und Plantschen unbedenklich, so Schulrath. Bei der Algen-Sichtung verlässt sich das Amt übrigens vor allem auf Bürgerhinweise und die DRK-Strandwächter. Regelmäßige Wasserkontrollen gibt es nur alle vier Wochen. Die Situation vor Ort in Kalkwerder wird vom Gesundheitsamt weiter überwacht. Informationen gibt es auch im Internet unter www.schwerin.de, Stichwort Gesundheitsdienste/Aktuelle Badewasserqualität.

Warum es in einigen Seen an heißen Sommertagen zur massenhaften Entwicklung von Cyanobakterien kommt, ist bis heute nicht vollständig geklärt. Ein hoher Phosphat- oder Nährstoffgehalt im Wasser könnten dafür verantwortlich sein. Nach dem Absterben werden die Blaualgen abgebaut, dabei sinkt die Sauerstoffkonzentration im Gewässer, es kann zu Fischsterben kommen.

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