Bis hier und nicht weiter

Nach den Rosen  beginnt der Wildwuchs. Doch seine Tage sollen nun gezählt sein.
Nach den Rosen beginnt der Wildwuchs. Doch seine Tage sollen nun gezählt sein.

Die Kurve hin zur August-Bebel-Straße ist eine Augenweide. Wenn nicht die Rosen in voller Blüte stehen, so hat das Grün dort einen ordentlichen Schnitt. Wo die Rabatten allerdings enden, endet seit einem Jahr auch die Zuständigkeit.

von
06. November 2009, 08:59 Uhr

Perleberg | Unserem Leser Volker Schmidt stößt es bitter auf. Vier bis fünf Mal im Jahr mäht er die Böschung gegenüber der Tankstelle in der August-Bebel-Straße. Hier hat er seinen Garten. Auch ein Gartennachbar greift zur Initiative und zur Sense - regelmäßig. "Wie sieht es denn aus, wenn Besucher hier durch unsere Stadt fahren", so Volker Schmidt. Alles ringsherum sei gepflegt. Da wollen auch die Hobbygärtner nicht abseits stehen. Bis dato klappte es auch. Einschließlich Gehweg kümmerte sich Volker Schmidt hier mit um Ordnung und kurzgehaltenes Grün, den Rest vom Gehweg bis Bordsteinkante übernahm der Stadtbetriebshof. Seit diesem Jahr ist alles anders, besann man sich auf Zuständig- und Verantwortlichkeiten. Und danach "sind wir als Betriebshof nicht für dieses Fleckchen Erde, das an der Landesstraße liegt, zuständig", so Leiter Reinhard Könning. Das man es all die Jahre übernahm, hier für ein ordentliches Stadtbild zu sorgen, sei eine Art good will gewesen, doch jetzt reiche die Kraft nicht mehr dafür.

Das Grün auf dem etwa einen Meter breiten Streifen an der Straße hingegen schert sich herzlich wenig um Zuständigkeiten, sprießt, wie ihm der Halm gewachsen ist. Und so beginnt nach der Rosenpracht der Wildwuchs, sehr zum Ärger der Kleingärtner und sicher auch nicht gerade zur Freude jener, die hier vorbei kommen.

Der "Prignitzer" wandte sich an Ingo Matthaes. Er leitet die Landesstraßenmeisterei in Quitzow, in dessen Ressort auch diese Straße fällt. "Es ist unsere Baulast und wir werden fortan auch diesen Grünstreifen pflegen." Man habe sich mit der Stadt verständigt und wolle sehen, dass kurzfristig Kollegen hier wieder entsprechende Ordnung reinbringen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen