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Lokales

11. Dezember 2017 | 04:53 Uhr

Billige Schülertickets auf der Streichliste

vom

svz.de von
erstellt am 29.Sep.2010 | 08:45 Uhr

Schwerin | Die Stadtverwaltung kündigt harte Einschnitte in die Lebensqualität in der Landeshauptstadt an: So soll es künftig keine Ermäßigung der Schülerfahrkarten im Nahverkehr mehr geben. Das würde die hochverschuldete Kommune jährlich um rund 172 000 Euro entlasten. Diesen und weitere Kürzungsvorschläge hat die Verwaltung in das Haushaltssicherungskonzept aufgenommen, in dem städtische Sparziele bis 2020 aufgelistet sind. Bei den Fraktionen trifft die Rotstift-Politik auf geteiltes Echo.

Er halte eine generelle Abschaffung der Schülerfahrkarten-Ermäßigung für falsch, sagt SPD-Fraktionschef Daniel Meslien. "Das würde insbesondere sozial schwache Familien finanziell belasten und ihre Freiheit bei der Wahl des Schulstandortes einschränken." Allerdings möchte Meslien die Vergünstigung künftig auf Kinder und Jugendliche beschränken, die nachweislich in Schwerin wohnen. Dafür müsse ein unbürokratisches Verfahren entwickelt werden.

Sebastian Ehlers, Chef der CDU/FDP-Fraktion in der Stadtvertretung, indes hält es längst für überfällig, den Fahrkarten-Zuschuss abzuschaffen. "Angesichts von rund 100 Millionen Euro Altschulden und einem erwarteten jahresbezogenen Defizit von 23 Millionen Euro im kommenden Jahr kann sich die Landeshauptstadt solche freiwilligen Ausgaben einfach nicht mehr leisten", sagt Ehlers.

Die Schüler-Ermäßigungen gelten bislang für Zeitkarten im Stadtnetz des Nahverkehrs. Statt 8,50 Euro für eine Wochenkarte zahlen Kinder und Jugendliche bislang nur 7,40 Euro, eine normalerweise 28 Euro kostende Monatskarte ist für Schüler für 24,20 Euro zu haben. Laut Nahverkehr nehmen dieses Angebot regelmäßig knapp 6200 Käufer wahr.

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