Kindertag : Beweis für enge Zusammenarbeit

Als unerwartet attraktiv stellte sich auch Sackhüpfen heraus.
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Als unerwartet attraktiv stellte sich auch Sackhüpfen heraus.

85 Mädchen und Jungen der Lübzer Schule am Neuen Teich kämpften zum ersten Mal gemeinsam mit Kita-Kindern um Punkte

svz.de von
01. Juni 2016, 21:00 Uhr

Erfolgreiche Premiere: Gestern haben die in diesem Jahr zur Schule kommenden Kinder aus der DRK-Kita „Spatzennest“ zum ersten Mal gemeinsam mit 85 Mädchen und Jungen der Schule am Neuen Teich – eine Einrichtung für Lernschwache – ein großes Fest mit vielen Spielstationen gefeiert. Alle Seiten sind nach dem Erleben der Veranstaltung mit dem Motto „Fit und Fun für jedermann“ begeistert.

Seit Januar dieses Jahres sind die oben genannten DRK-Kinder mit im Gebäude der städtischen Kita untergebracht, das auf dem Gelände der Förderschule steht. Alles zusammen gehört wiederum dem Landkreis. „Drei Träger auf so engem Raum – ich kenne das in unserer Region so kein zweites Mal. Und alles funktioniert bestens!“, sagt Schulleiter Steffen Petzak sichtbar begeistert. Dabei habe es im Vorfeld auch angesichts gemeinsam genutzter Bereiche wie etwa Parkplatz, Pausenhöfe und dem vor rund einem Jahr in Betrieb genommenen „Grünen Klassenzimmer“ auf dem Spielplatz auch bei einigen Kollegen zunächst Bedenken gegeben: „Durch ständige Kommunikation, die Einhaltung gemeinsam vereinbarter Regeln und indem wir aufeinander zugingen, hat sich dies in Luft aufgelöst. Lehrer und Erzieher haben das Verständnis füreinander geweckt.“

Für Ines Müller, beim DRK Fachbereichsleiterin für fünf Kitas im Altkreis Parchim, sei das Lübzer Beispiel ein Symbol für bemerkenswerte Zusammenarbeit. „Zum Wohle aller – vor allem der Kinder – lebt eine Vision, an die wir nicht zu glauben wagten“, sagt sie. „Wir kennen es auch, dass es anders läuft, wenn Eltern zum Beispiel nicht mit einbezogen werden oder das Vorhaben nicht gewollt ist.“ Unlängst absolvierte ein Schüler ein Praktikum in der Kita „Pfiffikus“ und begeisterte. „Er war stolz, dass er zeigen konnte, wie er sich entwickelt hat“, sagt Gisela Böse, Leiterin der Einrichtung. „Wäre die Zusammenarbeit nicht so gut, könnten sich solche Dinge auch nicht entwickeln.“

Für das gestrige Fest konnten das Forstamt Karbow, der Lübzer Sportverein und das Mehrgenerationenhaus als Kooperationspartner gewonnen werden. Unterstützung leisteten neben Erziehern und dem gesamten Lehrerkollegium außerdem auch Eltern. Damit nicht genug: Die Lübzer Bäckerei Lau spendierte sofort 100 Brötchen und Kuchen in Größenordnungen – alles nach eigenen Rezepten selbst hergestellt.

Ilja Baatz

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