zur Navigation springen
Lokales

20. November 2017 | 10:39 Uhr

Betrüger spionierten Bankdaten aus

vom

svz.de von
erstellt am 07.Jun.2010 | 09:26 Uhr

Schwerin | Wie die Betrüger ihr dunkles Handwerk verrichtet haben, ist noch nicht bekannt: Benutzten sie eine Tastatur-Attrappe, ein Kartenlesegerät oder eine Ka mera? Fest steht: Ein Geld automat in der Schweriner Weststadt wurde mani pu liert, so dass Daten von Geld- und Kreditkarten, inklusive PIN-Nummern, ausspioniert werden konnten. "Mit den erlangten Daten haben die Täter offenbar Kartendu bletten angefertigt, mit denen sie im Ausland dann Bargeld abhoben", sagte gestern der Sprecher der Schweriner Polizeidirektion, Klaus Wiechmann. 15 Geschädigte hätten sich bislang bei der Polizei gemeldet. Der Schaden belaufe sich auf mehrere tausend Euro.

Nach bisherigen Ermittlungen der Polizei wurde der Geldautomat in der Lessingstraße am vergangenen Donnerstag ma nipuliert, möglicherweise aber auch schon Ende Mai. Abbuchungen seien unter andere m von Bul garien und Südafrika aus vor genommen worden. "In ei nigen Fällen hat das betrof fene Geldinstitut noch rechtzeitig den Geldtransfer verhindern können, so dass kein materieller Schaden entstand", berichtete Wiechmann. Es sei aber nicht auszuschließen, dass noch weitere Bankkunden betroffen sein könnten, die den Schaden möglicherweise noch nicht bemerkt hätten. "Die Polizei rät deshalb zur so fortigen Überprüfung der Kontobewegungen", so der Sprecher. Im Schadensfall sollten Bürger unverzüglich Kontakt mit der kontoführenden Bank aufnehmen und Anzeige bei der Polizei erstatten. Mit den Ermitt lun gen sei die Schweriner Kri minalpolizeiinspektion beauftragt worden.

Bei dem betroffenen Geldautomaten in der Weststadt hat es sich um ein Gerät der Deutschen Bank gehandelt. Das bestätigte Kreditinstituts-Sprecher Christian Hotz auf Anfrage unserer Zeitung. "Bei uns haben sich mehrere Kunden ge meldet, die auf missbräuchliche Abbuchungen hinwiesen", so Hotz. Wie die Manipulation vorgenommen wurde und wie viele Perso nen insgesamt geschädigt wurden, sei gegenwärtig noch unklar. "Der entstan dene Schaden wird den betroffenen Kunden ersetzt", betonte der Sprecher der Deutschen Bank. Ersetzt worden sei inzwischen auch der manipulierte Geldau tomat.

Bei dem jetzt bekannt gewordenen Betrug handelt es sich nicht um den ersten so genannten Skimming-Fall in der Landeshauptstadt. Vor drei Jahren bereits hatten Betrü ger etwa gezielt in einem anderen Schweriner Geldinstitut in der Innenstadt EC-Karten kopiert und per Videokamera die PIN ausspioniert. Die Täter erbeuteten damals rund 20 000 Euro von den Konten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen