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Lokales

23. September 2017 | 06:02 Uhr

Verlogene E-Mail : Betrüger schlagen online zu

vom

Mit einer besonders dreisten Masche gehen Betrüger im Internet auf Beutezug. Nun hat es auch einen Lübzer getroffen. Sein E-Mail-Postfach ist gehackt worden.

svz.de von
erstellt am 16.Nov.2011 | 12:25 Uhr

Mit einer besonders dreisten Masche gehen Betrüger im Internet auf Beutezug. Nun hat es auch einen Lübzer getroffen (Name der Redaktion bekannt). Sein E-Mail-Postfach ist gehackt worden. Über diesen haben die Unbekannten Mails an die im Adressverzeichnis stehenden Personen geschickt. Auch die Lübzer SVZ-Redaktion hat ein solches Schreiben erhalten. Inhalt: Eine Aufforderung, schnellstmöglich Geld zu überweisen. "Ich habe einen Ausflug nach Aberdeen in Schottland gemacht und dabei wurde meine Tasche mit Reisepass, Bargeld und meine Kreditkarten gestohlen. Habe schon meine Bank informiert, aber die arbeiten nicht so schnell wie ich es haben will. Kannst du mir ein bisschen Geld borgen, damit ich alles erledigen kann und zurecht komme? Ich gebe dir das Geld so schnell wie möglich zurück", hieß es in der Mail. Das Geld solle der Empfänger durch Western Union überweisen. Damit der geneigte Helfer auch die entsprechenden Daten bekommt, wird der Mail-Empfänger aufgefordert, sich per E-Mail oder mittels angegebener Telefonnummer im schottischen Hotel zu melden.

Die Nummer - 447031804805 - wird auch im Internet heiß diskutiert. Dahinter verbergen sich Scammer, heißt es. Darunter versteht man, dass Betrüger mittels Massen-E-Mail unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Geld von so viele Personen wie möglich erbeuten wollen. Damit nutzen die Hacker die Gutmütigkeit der Menschen aus, die dem vermeintlich in Not Geratenen helfen wollen. Der betroffene Lübzer ist geschockt: "Ich war nie in Schottland und bin dort somit nie in Not gekommen, habe auch niemals meine Mailkontakte um Geld gebeten. Meine Mailanschrift und Kontakte sind von einem Verbrecher gehackt und missbraucht worden", sagt er. Er sei ein Opfer krimineller Machenschaften im Internet geworden.

Der Lübzer hat seine Bekannten umgehend über den Betrugsversuch informiert, den Vorfall bei der Polizei gemeldet und Anzeige erstattet. Hier sei festgestellt worden, dass der Hackerangriff von Panama ausging. Die Chancen, die Betrüger, die vermutlich auch unter falschem Ausweis bei der Western Union agierten, zu schnappen, sind gleich null. Der Lübzer hat seine Konsequenzen gezogen: Fachleute haben seinen Computer wieder sicher gemacht, er hat die Mail-Adresse gewechselt und nutzt ein kompliziertes Passwort als bisher. Manche Kontaktanschrift ist aber für immer verloren.

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