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79-jährige Schwerinerin um mehrere tausend Euro geprellt : Betrüger ergaunerte EC-Karte und PIN-Nummer

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Eine 79-jährige Lankowerin ist das Opfer einer besonders dreisten Betrugsmasche geworden. Ein etwa 25-jähriger Mann habe sich bei der Rentnerin als Mitarbeiter eines ortsansässigen Geldinstituts ausgewiesen.

Lankow | Eine 79-jährige Lankowerin ist das Opfer einer besonders dreisten Betrugsmasche geworden. Wie die Schweriner Polizei am Freitag mitteilte, ereignete sich der Fall bereits am Montag . Ein etwa 25-jähriger Mann habe gegen 9.45 Uhr bei der Rentnerin in der Rahlstedter Straße geklingelt und sich als Mitarbeiter eines ortsansässigen Geldinstituts ausgewiesen. "Das Auftreten und das äußere Erscheinungsbild des Mannes wirkten seriös", schildert Polizeisprecher Jens Minzlaff. Der überraschende Besucher habe der 79-Jährigen einen EC-Karten-Wechsel-Service angeboten. Darauf sei die arglose Rentnerin eingegangen, so Minzlaff. Sie habe ihre EC-Karte in einen Briefumschlag gelegt und diesen verklebt. Ganz nebenbei soll der Mann dann nach der PIN-Nummer gefragt habe n. Zum Abschied habe der angeb liche Bank-Mitarbeiter schließlich einen Termin am Folgetag zur Übergabe der neuen Karte mit der alten Dame vereinbart. "In der darauf folgenden Nacht wurden von einem EC-Automaten mit der Karte mehrere tausend Euro aus gegeben", berichtet der Polizeisprecher. Zum vereinbarten Termin am Dienstag sei der Mann nicht erschienen.

Die Polizei warnt vor dem Betrüger, bittet um größte Wachsamkeit. Mit arbeiter von Geldinstituten würden Kunden nie nach ihrer PIN-Nummer fragen, sagt Jens Minzlaff. In Zweifels fällen sollten Bürger die Polizei unter der Telefonnummer 110 verständigen. "Die Masche im vorliegenden Fall ist tatsächlich neu in der Stadt", unterstreicht der Leiter des Schweriner Polizeireviers, Arne Wurzler. Immer wieder komme es allerdings vor, dass gerade ältere Menschen von Betrügern um ihre Ersparnisse geprellt würden. Bekannt sei der so genannte Enkeltrick, bei dem ein naher Verwandter angeblich unbedingt Geld brauche, um sich aus einer finanziellen Notlage zu befreien.

In jüngster Zeit kamen Betrüger auch noch mit einem anderen Trick zum Ziel: Per Telefonanruf wurden die Opfer da rüber informiert, dass sie ein Auto gewonnen hätten und nur noch die Gebühr für die Überführung des Wagens aus dem Ausland bezahlen müssten (wir berichteten). "Wir können nur immer wieder an die Bürger ap pellieren, sich auf der artige Verspre chun gen nicht einzu lassen", so der Schweriner Kripo-Chef, Ralf Becker.

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erstellt am 23.Jun.2011 | 06:24 Uhr

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