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Lokales

26. September 2017 | 12:59 Uhr

Betreutes Wohnen: Nachfrage riesig

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erstellt am 26.Okt.2010 | 07:56 Uhr

Güstrow | Die Menschen werden immer älter. Doch selbst, wenn das Leben für sie beschwerlich wird, wollen die meisten solange es geht, ihre Selbstständigkeit bewahren. Wohlfahrtsverbände und Vermieter haben sich längst darauf eingestellt. Sie bieten altersgerechten Wohnraum und betreute Wohnformen an. Güstrower Senioren leben im "Vierten Viertel", an der Schnoienstraße oder am Gertrudenhof. Doch der Bedarf ist weiterhin höher als das Angebot. Es gibt Wartelisten.

"Wir schaffen demnächst noch einmal sechs betreute Wohnungen in der Langen Straße gleich neben dem Palais. Die Ausschreibungen für den Ausbau laufen", berichtet Martina Glaser, Vorstandsmitglied des DRK-Kreisverbandes. Interessenten für diese Wohnungen hätten sich bereits gemeldet. "Alle Wohnungen im ,Vierten Viertel waren sofort belegt", erinnert Glaser. "Und die Nachfrage reißt nicht ab", bestätigt sie den nach wie vor hohen Bedarf an betreuten Wohnformen in Güstrow. "Wir stellen jetzt erst einmal die sechs Wohnungen fertig. Dann sehen wir weiter", sagt Glaser. Zweifelsohne werde man aber ein weiteres Engagement in der Richtung prüfen. Ob es weitere Projekte in Güstrow geben wird, kann sie nicht sagen. Denkbar wären aus ihrer Sicht auch betreute Wohnformen auf dem Lande. Dort würden viele ältere Menschen leben, die gern in ihrer Umgebung bleiben würden. "Aber das sind noch Wunschvorstellungen", stellt Glaser klar.

"Die ambulante kommt vor der stationären Betreuung", betont auf Nachfrage Karl-Heinz Schlag vom Diakonieverein Güstrow. Die Diakonie biete in der Schnoienstraße 30 Wohnungen mit Betreuung an. Neben der Betreuung ist für Schlag der Wunsch nach Gemeinschaft ein wichtiger Aspekt des betreuten Wohnens.

Auch die Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG) registriert eine anhaltend hohe Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum mit Betreuungsangebot. Drei Vorhaben, so berichtet Angela Matz, seien in den vergangenen Jahren in der Ringstraße, der Platanenstraße und der Lärchenstraße realisiert worden. Dazu habe man ein Förderprogramm genutzt. Ein Fördermittelbescheid liege jetzt für weitere 19 Wohnungen in der Ringstraße vor, die im nächsten Jahr umgebaut werden sollen, kündigt die WGG-Prokuristin an.

"Wir wollen unser Angebot an altersgerechtem Wohnraum noch erweitern", stellt Brigitte Kornmesser, Vorstandsmitglied der Allgemeinen Wohnungsgenossenschaft (AWG), fest. Es werde derzeit an einem Konzept gearbeitet, das über die Umgestaltung von Bestandswohnungen der AWG insbesondere in der Güstrower Südstadt und auf dem Distelberg hinaus gehe.

Altersgerechtes Wohnenangebote in Güstrow

  • Wohnen für ältere Bürger: 316 Wohnungen (WGG, AWG und Privat)
  • Betreutes Wohnen: 331 Wohnungen (Volkssolidarität, Diakonie, DRK, AWO, WGG, AWG)
  • Pflegeheime: 571 Plätze (Volkssolidarität, Diakonie, KMG/AG, AWO, Arbeiter-Samariter-Bund, Pflegeresidenz Wutschke, DRK)

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