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Lokales

22. November 2017 | 19:46 Uhr

"Best Agers" verzeichnet erste Erfolge

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erstellt am 10.Jan.2011 | 07:12 Uhr

Rostock | Das von der Europäischen Union geförderte Projekt "Best Agers", an dem die Uni Rostock beteiligt ist, verzeichnet erste Erfolge. Das Projekt startete Anfang vergangenen Jahres mit dem Ziel, die Generation der über 55-Jährigen, die so genannten Best Agers, künftig besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Uni Rostock ist in dem Projekt im Bereich Arbeitsmarkt und Beschäftigung aktiv und bereitet dazu in drei Schritten die Basisdaten auf. Momentan laufen die Planungen für ein Projekttreffen im November, das möglicherweise in Rostock stattfindet.

Claudia Korb ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels an der Uni Rostock und ist neben Prof. Thusnelda Tivig für das Projekt zuständig.

Laufzeit bis Dezember 2012

"Der demografische Wandel, der unter anderem stark in Mecklenburg-Vorpommern zu spüren ist, macht ein Umdenken nötig, vor allem auf dem Arbeitsmarkt", sagt Korb. Dazu gehöre, dass sich Arbeitgeber auch auf ältere Arbeitnehmer einstellen, ihre Bedürfnisse verstehen und ihnen gerecht werden. So verfügen die über 55-Jährigen über langjährige Erfahrungen und eine hohe Schaffenskraft, bleiben in vielen Ländern jedoch oft vom Innovationsprozess und der Beschäftigung auf dem Arbeitsmarkt ausgeschlossen. Durch längere und flexibler gestaltete Lebensarbeitszeiten sowie verbesserte Strategien für den Generationswechsel innerhalb von Unternehmen könne das Know-how älterer Arbeitnehmer auf dem regionalen Arbeitsmärkten langfristig erhalten bleiben. "Best Agers" hat ein Gesamtbudget von rund 4,5 Millionen Euro und endet im Dezember 2012. Der europäische Strukturfonds für regionale Entwicklung finanziert das Projekt für deutsche Partner zu 75 Prozent. Den Rest müssen die Partner selbst bereitstellen. Insgesamt beteiligen sich 19 Partnerorganisationen aus acht Ostseeländern an dem EU-Projekt.

Aus den Analysen der Arbeitsmarktsituationen sollen innovative Pilot-Initiativen entwickelt werden. Diese sind in vier Arbeitsbereiche mit unterschiedlichen Schwerpunkten unterteilt: Best Agers als Angestellte, als Arbeitgeber, als Berater von klein- und mittelständischen Unternehmen, als ehrenamtliche Mentoren für bürgerschaftliches Engagement sowie als Tutoren von Studenten oder Existenzgründern.

Derzeit analysieren die Rostocker Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit sechs Partnern aus Schweden, Polen und Litauen den demografischen Wandel und die Beschäftigungssituation der über 55-Jährigen auf den Arbeitsmärkten im Ostseeraum. Dabei schauen sich die Wissenschaftler besonders die Altersgruppen von 55 bis 64 sowie von 65 bis 74 Jahren an. Die Ergebnisse schlüsseln auch auf, welches Geschlecht und welche Bildung die Menschen haben, ob sie voll- oder teilzeitbeschäftigt sind und ob es sich um eine Aushilfstätigkeit oder eine Dauerbeschäftigung handelt. Außerdem werden die Branchen und Nationalitäten der Beschäftigten betrachtet. In weiteren Arbeitsschritten werden Fallstudien und die politischen Rahmenbedingungen analysiert. "Wir beschäftigen uns in diesem Projekt mit den Grundlagen, auf die unsere Partner aufbauen", so Korb. Am Ende der Laufzeit sollen 13 innovative Initiativen ausgearbeitet sein, die über 55-Jährigen besser in den Arbeitsmarkt integrieren. Eine der Initiativen könnte ein Mentorenprogramm sein.

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