Berufsschule Bockhorst: Stören Jugendliche?

svz.de von
18. November 2008, 05:56 Uhr

Güstrow In Sorge leben Freya und Johannes Bever: Der Ausbau des Berufsausbildungszentrums in Güstrow-Bockhorst beeinträchtigt die Lebensqualität in ihrer kleinen Straße namens Bockhorst. Mehrere Probleme sind miteinander verwoben.

So reichen die vom Landkreis - Träger eines Großteils der Ausbildungsstätten - eingerichteten Parkplätze an der Schule nicht aus. Deshalb fahren viele Berufsschüler, die kommen aus ganz Mecklenburg und zu hohem Anteil mit dem Auto, durch die Sackgasse ins nahe gelegene Wäldchen. Regelmäßiges Abstrafen für wildes Parken durch den Ordnungsdienst der Stadt reguliert bisher gar nichts.

Zweites Problem: ein Hofeingang am Ende dieser einspurigen Straße. Der lenkt den Weg eines großen Teils der rund 1000 Bockhorster Schüler ins neue Praxisgebäude - vorbei an den Wohnhäusern. Das schafft Unruhe, die Autos oft genug mitten drin; ausgewichen wird dann auf den privaten Fußweg.

Und in den Pausen suchen Raucher den Weg aus dem Schulgelände, auf dem das Rauchen per Gesetz verboten ist: Am nächsten liegt dieser Eingang. Rund 50 junge Menschen im Pulk sind keine Seltenheit, da fällt auch mal was zu Boden. Verlagert wird das Thema auf die öffentliche Straße. Eine Alternative sieht Gisela Spangenberg, Leiterin der Beruflichen Schule Wirtschaft und Verwaltung, nicht. Landtagsabgeordnete habe sie bereits angesprochen, doch ob das Gesetz geändert wird? Dieser Hofeingang jedenfalls sei als solcher gedacht, sagt Klaus Nitschke, Abteilungsleiter der Beruflichen Schule für Handwerk, Industrie, Sozialpädagogik.

Noch ein Problem: das Lehrgelände für den Garten- und Landschaftsbau. "Eine Dauerbaustelle", klagt Freya Bever, "mit Rüttler, Bagger und so weiter." Direkt am Zaun des Schulgeländes beginnend, genau gegenüber den Wohnhäusern. Woanders aber, sagt Gisela Spangenberg, habe sie keinen geeigneten Platz für diese Übungsarbeiten.

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