Bergung der "Vagel Grip"

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27. Juli 2010, 08:35 Uhr

Warnemünde | Viele Schaulustige haben gestern die Bemühungen der Taucher verfolgt, die den gesunkenen Kutter "Vagel Grip" stabilisieren und bergen wollten. Vier Taucher des Baltic-Taucherei- und Bergungsbetriebs waren vor Ort. Sie schnitten Deckplatten zu, mit denen sie Lüfterhauben, Schotten und Luken unter Wasser verschlossen. Gleichzeitig suchten sie weiter intensiv nach der Ursache für die Havarie, denn an der bis dato einsehbaren Außenhaut konnten keine Leckagen entdeckt werden.

Heute installieren die Taucher in den frühen Vormittagsstunden Pumpen, damit voraussichtlich gegen 10 Uhr der Versuch unternommen werden kann, das Schiff vom Grund zu bekommen. Jens Paap, einer der Geschäftsführer der Baltictaucher, sagt: "Wir bemühen uns, die Gefahren beim Auspumpen so gering wie möglich zu halten." Derzeit liefen Abstimmungen mit dem Hafenkapitän und der Wasserschutzpolizei, ob es für die Fischer, die Fahrgastreedereien und die Sportschifffahrt möglich sei, in sehr langsamer Fahrt am Havaristen vorbeizufahren. Eine Absperrung des Alten Stromes müsste dann nur in der kritischen Phase des Aufrichtens erfolgen. "So könnte der Verdienstausfall mitten in der Hochsaison für die Dampferflotte dann doch in Grenzen gehalten werden", sagt Paap. Hafenkapitän Gisbert Ruhnke erwartet die Bergung des 1943 gebauten Kutters dringend. "Das Schiff muss schnell raus aus dem Alten Strom. So ist er eine Gefahrenquelle", sagt der Hafenkapitän. Der Kutter soll in die Werft nach Gehlsdorf geschleppt werden.

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