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Lokales

16. August 2017 | 17:17 Uhr

Bereit für den ersten Schultag

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Schwerin | Es wird ernst: Am Montag beginnt für mehr als 800 Schweriner Abc-Schützen der Unterricht. Dabei ist das richtige Verhalten auf dem Schulweg genauso wichtig wie die ersten Rechenaufgaben. Und da sind nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern als gute Vorbilder gefragt. "In den nächsten beiden Wochen werden wir mit unseren Beamten morgens zwischen zwischen 7 und 8 Uhr an allen Grundschulen in der Stadt präsent sein", erklärt Winfried Kapischke, Leiter der Polizeiinspektion Schwerin. "Es geht uns dabei in erster Linie um die Sicherheit der Kinder und nicht darum, Verkehrsverstöße zu ahnden. Aber natürlich werfen wir auch ein kritisches Auge auf die Eltern, die morgens manchmal im Stress nicht alle Regeln beachten." Wichtig sei, dass die Kinder sicher angeschnallt sind, auch wenn es morgens schnell gehen muss und die Strecke eigentlich ganz kurz ist. Geparkt werden darf auch nicht kurz mal in der zweiten oder dritten Reihe. Außerdem sollte ein Kind aus dem Auto immer zur Bürgersteigseite hin aussteigen. Sehen die Beamten, dass es bei den Eltern der Abc-Schützen an diesen Stellen noch hakt, werden sie zunächst einmal freundlich auf ihre Fehler hingewiesen, so Kapischke.

Alle Autofahrer, die selbst keinen Schüler auf dem Rücksitz haben, aber an einer Grundschule vorbeifahren, mahnen im Stadtgebiet 26 deutlich sichtbare Spannbänder der Verkehrswacht zur besonderen Vorsicht und Rücksicht auf Schulanfänger.

Eltern und Erstklässler sind von den Präventionsbeamten schon ein Jahr lang in der Vorschule auf den Schulanfang vorbereitet worden und auch in den Klassenstufen 1 bis 4 kommen Polizeiobermeister Bernd Diers und Co. regelmäßig in den Unterricht, um die 6- bis 10-Jährigen fit zu machen für die Strecke von der Schule nach Hause.

Gestern Nachmittag luden die Polizeiinspektion Schwerin zusammen mit der Verkehrswacht Landeshauptstadt zum großen Kinderfest in die Innenstadt. An zahlreichen Stationen erprobten die Kleinen noch einmal das Verhalten im Straßenverkehr. Da ging es beispielsweise um das sichere Überqueren der Fahrbahn - mit Zebrastreifen und Schülerlotse oder ausnahmsweise mal ohne. Die Kinder konnten eindrucksvoll sehen, wie groß der tote Winkel bei einem Lastwagen ist - für die Kleinen eine extreme Gefahrenzone. Sie übten das Ein- und Aussteigen aus einem Bus sowie das Anschnallen im Auto. Um die körperliche Beweglichkeit weiter zu fördern, durften die Kinder Roller fahren, hüpfen, klettern und auch schon mal einen Fahrradparcours absolvieren. "Für die Erstklässler steht das Radfahren aber noch nicht so im Vordergrund. Erst zum Ende der 4. Klasse sind Kinder so weit, dass sie die Verkehrslagen gut einschätzen und sicher mit dem Rad zur Schule fahren können", sagt Diers. "Deshalb trainieren wir Radfahren erst in der 3. Klasse, ein Jahr später gibt es an die Prüfung für den Fahrradpass."

Kinder nehmen ihre Umwelt unterschiedlich wahr und reagieren in Gefahrensituationen sehr emotional, betonen die Experten. "Jeden Tag erleben Kinder jedoch Situationen, die sie noch nicht kennen", betont Winfried Kapischke. "Aus diesem Grund ist es notwendig, ständig und auf verschiedene Weise das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu trainieren." Übrigens: Der kürzeste Schulweg ist nicht immer der beste. Lieber früher aufstehen, Umwege gehen und sicher ankommen, raten die Profis.

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erstellt am 19.Aug.2010 | 07:30 Uhr

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