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Trotz Insolvenzantrag sieht Geschäftsführerin gute Chancen für Neustart : Benziner Ziegelei zieht Notbremse

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Ingeborg Dieterich, Geschäftsführerin der Ziegelei Benzin Beschäftigungsgesellschaft mbH, hat beim Amtsgericht Schwerin Insolvenzantrag gestellt und gestern alle Mitarbeiter darüber informiert.

lübz/benzin | Ingeborg Dieterich, Geschäftsführerin der Ziegelei Benzin Beschäftigungsgesellschaft mbH, hat beim Amtsgericht Schwerin Insolvenzantrag gestellt und gestern alle Mitarbeiter - rund 50 Teilnehmer in Arbeitsgelegenheiten - darüber informiert. Sie bleiben zunächst weiter beschäftigt. Außerdem wurde die Sparkasse als Hauptgläubiger in Kenntnis gesetzt. Unter anderem steht noch die langfristig angelegte Bezahlung von Krediten über 500 000 Euro aus, für die Gegenwerte unter anderem in Form von sanierten Gebäuden, Außenanlagen und Maschinen vorhanden sind.

Dieterich zufolge gebe es keine Alternative zum Insolvenzantrag, weil die Gesellschaft nicht mehr liquide sei und zum Beispiel sofort zu zahlende 10 000 Euro nicht mehr aufbringen könne. Hätte die Geschäftsführerin den Schnitt verzögert, wäre sie persönlich haftbar gewesen.

Die Stammeinlage der momentan 13 Gesellschafter (die Städte Plau am See und Lübz sind die größten) in Höhe von insgesamt 114 000 Euro ist jetzt verloren. "Das ist nicht gut, aber das Jobcenter hat sein Interesse daran bekundet, dass die Anlage erhalten bleibt. Es bezahlt die Beschäftigten weiter, bis klar ist, wie es weitergeht. Niemand wird nach Hause geschickt", sagt die Geschäftsführerin.

Träger ist jetzt nicht mehr die "Ziegelei Benzin"-Beschäftigungsgesellschaft mbH, sondern die Berufsbildungsstätte (BBS) "Start GmbH" aus Ludwigslust. Sie wird die Maßnahmen nach Abstimmung mit dem Jobcenter weiterführen.

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erstellt am 20.Jun.2011 | 05:58 Uhr

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