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Lokales

24. November 2017 | 17:43 Uhr

Beispielhafte Unterstützung

vom

svz.de von
erstellt am 05.Okt.2010 | 09:21 Uhr

Rostock | Die Botschaft vom passenden Knochenmarkspender lässt ganz Rostock hoffen, dass der leukämiekranken Paul (2) wieder gesund wird. "Das ist eine tolle Nachricht", sagt Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Er wünscht - wie so viele Hansestädter - Paul für die bevorstehende Transplantation alles Gute.

Methling hatte die Schirmherrschaft für die Typisierungsaktion am 18. September in Rostock übernommen und gemeinsam mit Pauls Familie und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Rostocker dazu aufgerufen, sich als mögliche Spender registrieren zu lassen. "Das war eine der größten Aktionen in der Geschichte unserer Gesellschaft", sagt DKMS-Sprecherin Silvia Marcello.

Mehr als 4200 Männer und Frauen waren dazu in die Neptunschwimmhalle gekommen. Auch wenn Pauls Eltern fest daran glauben - ob sich der mögliche Lebensretter ihres Sohnes wirklich in Rostock registrieren ließ, ist nicht gewiss. Denn die Daten bleiben zwei Jahre lang anonym. Fest steht aber, dass jeder Einzelne von ihnen etwas Gutes getan hat. Denn mit einer Stammzellenspende können sie vielleicht auch einem anderen todkranken Menschen helfen.

Schirmherr Methling lobt die Einsatzbereitschaft von Tausenden Rostockern: "Alle, die an der Aktion teilgenommen haben, helfen nicht nur Paul, sondern sind nun auch potenzielle Spender für alle anderen, die Hilfe im Kampf gegen Leukämie brauchen." Die Welle der Unterstützung habe gezeigt, wie viele am Schicksal anderer Anteil haben. Marcello von der weltweit größten Stammzellenspenderdatei ist optimistisch, dass mindestens ein neuer Lebensretter aus der Hansestadt oder Umgebung kommt: "Bei der großen Resonanz ist es äußerst wahrscheinlich, dass wir mindestens einen passenden Spender finden." Für jeden, der sich registrieren lässt, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass er im Laufe seines Lebens als möglicher Spender identifiziert wird, zwischen zwei und drei Prozent. Auch Pauls Eltern sind dankbar für jeden Einzelnen, der an der Aktion teilgenommen hat und ihrem Sohn oder einem anderen Kranken beim Kampf gegen den Krebs helfen will.

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