Beim Rockkonzert richtig jung gefühlt

Ursula Schönfeld arbeitet als Heilpraktikerin in Weberin. privat
Ursula Schönfeld arbeitet als Heilpraktikerin in Weberin. privat

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13. März 2010, 09:17 Uhr

Sternberg | In unserer Serie stellen wir prominenten und weniger bekannten Leuten aus unserer Region Fragen. Diesmal antwortet Ursula Schönfeld, Heilpraktikerin in Weberin.

Frau Schönfeld, wo ist Ihr Lieblingsplatz in Weberin?

Weberin ist in jeder Himmelsrichtung schön, z. B. am Wacholdertal oder in meinem Garten mit Blick auf den Weberiner See, die nebelverhangenen Wiesen oder den Sonnenuntergang...

Was würden Sie als Bürgermeisterin in Weberin sofort ändern?

Bürgermeister beneide ich nicht um ihre Funktion. Aber wenn, dann wäre mehr Bürgernähe in ortsrelevanten Fragen für mich wichtig. Zur Erinnerung: Vom geplanten Funkturm in Weberin erfuhren die Betroffenen als letzte.

Wo kann man Sie in Weberin am ehesten treffen?

In meinem Garten oder in der Naturheilpraxis.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Für kleine Zeitungsartikel (SVZ!) während der Oberschulzeit in Crivitz.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Irgendwann damals habe ich angefangen, für ein Tonbandgerät zu sparen.

Was würden Sie gerne können?

Ich würde gerne noch mehr den Menschen helfen können, die Hilfe bei mir suchen. Ansonsten: Klavierspielen (allerdings ohne viel üben zu müssen!!!)

Was stört Sie an anderen?

Gleichgültigkeit, Überheblichkeit, Pessimismus.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Über Nori, den jungen verspielten Kater meiner Freundin, der einem Stofftier nachspringt und sich dann im umgekippten rollenden Papierkorb fortbewegt - eine wiederholbare Zirkusnummer.

Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?

Ich bin extra nach Berlin gefahren, um mit meiner Tochter ins Rockkonzert (Thomas Godoj) zu gehen. Vernünftig und "kulturvoll" war das sicher nicht, aber es hat Spaß gemacht, und ich habe mich richtig jung gefühlt dabei!

Wer ist Ihr persönlicher Held?

Jeder, der sein Leben anpackt und etwas daraus zu machen versucht, wie z.Z. meine jüngste Tochter mit ihrer Praxiseröffnung mitten in Hamburg.

Von den "Großen" vielleicht Hans Küng, der so schön in seinen Büchern Glauben und Vernunft zusammenbringt, das Verständnis der Religionen füreinander zu fördern versucht und dadurch sicher nicht nur Freunde hat.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Ich lese in Eva Strittmatters Gedichtband "Wildbirnenbaum".

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Nach wie vor sehe ich ganz gerne Günther Jauchs "Wer wird Millionär?".

Wo trifft man Sie eher: Beim Karneval in Crivitz oder beim Fußball in Müsselmow?

Weder - noch. Wenn wir nicht selber Gäste haben (Familie, Freunde) und damit Unterhaltung unterschiedlichster Art, sind wir gerne bei Veranstaltungen unserer Kirchgemeinde in Brüel, z. B. dem Sommerfest im Pfarrgarten.

Wen würden Sie gerne mal treffen?

Niemand Spezielles. Die gewachsenen Freundschaften aus allen Lebensabschnitten sind mir wichtiger, mit denen man sich mehr zu erzählen hat als etwa ein Besitzstandsvergleich oder über Krankheiten, die sich eingestellt haben...

Wenn Sie nicht selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Alles, was schmeckt. Am ehesten deutsche und indische Gerichte.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

An die meisten schönen Zeiten in meinem Leben erinnere ich mich "musikalisch", d.h. es gab ein Lied oder eine Melodie, die mir auch heute das Grundgefühl von damals wiedervermitteln. Da müsste ich viele nennen. Ungekünstelte sonore Stimmen wie z.B. die von Leonard Cohen mit seinem "Halleluja" faszinieren mich.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Letztes Weihnachtsfest bekam ich eine CD mit Weihnachtsliedern geschenkt, die ich auf der Fährfahrt im norwegischen TV gesehen hatte. "Schade, werde ich nie wieder hören" bedauerte ich sehr. Aber irgendwie kriegten meine drei Töchter raus, wer die so angenehm klingenden Sänger mit den alten Instrumenten waren und sorgten trotz Abgeschiedenheit unserer Hütte für die Überraschung.

Was werden Sie als Rentner machen?

Ich möchte noch lange so tätig bleiben wie bisher - mit Wildkräuterwanderungen, einigen Patienten, netten Leuten um mich her, meinem Mann an meiner Seite, der sich selbst zu beschäftigen weiß, vielleicht selbst noch norwegisch lernen, weil meine Enkelkinder dort aufwachsen.- Ich bin dankbar für mein Leben, wie es ist.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen?

Ed Schütze: Auf den Saisonbeginn seines "Café Naschwerk" im April freuen sich schon viele.

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