Bei verspäteten Flügen wegen Schnee auf Entschädigung bestehen

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02. Dezember 2010, 07:15 Uhr

Flugpassagiere sollten bei Verspätungen wegen Eis und Schnee auf Ausgleichszahlungen bestehen. Rechtsanwalt Paul Degott aus Hannover rät, sich nicht vorschnell von den Fluggesellschaften mit dem Hinweis auf höhere Gewalt abspeisen zu lassen. Den Beweis, dass ein Flug wegen höherer Gewalt verspätet oder annulliert ist, müsse die Fluggesellschaft erbringen. Zwar ist laut Degott zum Beispiel ein Schneesturm tatsächlich ein Fall höherer Gewalt, der die Fluggesellschaft von Entschädigungen befreit. "Aber es stellt sich die Frage, wie der Flughafen mit dem Wintereinbruch umgeht." Also ob genug Flugzeuge als Ersatz bereitstehen, die Maschinen enteist sind und die Landebahn geräumt ist.

Wegen heftiger Schneefälle und glatter Landebahnen sind in den vergangenen Tagen Hunderte von Flügen auf deutschen Flughäfen gestrichen worden. Am Flughafen Frankfurt mussten Reisende in Feldbetten übernachten. Für solche Unannehmlichkeiten haben Kunden im Normalfall Anspruch auf pauschale Ausgleichszahlungen. Für Flüge über weniger als 1500 Kilometer gibt es 250 Euro, bei 1500 bis 3500 Kilometern Flugstrecke werden 400 Euro und bei mehr als 3500 Kilometern 600 Euro fällig. Entscheidend ist, dass sich Abflug und Ankunft um mehr als drei Stunden verzögert haben - oder der Flug annulliert wurde.

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