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Lokales

26. September 2017 | 20:24 Uhr

Bei Niesel gut gelaunt entlang der Seen

vom

svz.de von
erstellt am 03.Jul.2011 | 08:02 Uhr

Schwerin | Als ersten Glückwunsch gleich hinter dem Zielstrich gab es für Antje Damrau aus Wernigerode einen Kuss. Den bekam die 10-Kilometer-Frauensiegerin (43:54 min) des 27. Schweriner Fünf-Seen-Laufes am Sonnabend von Matthias Göbel, dem Zweiten der Herren-Konkurrenz über die gleiche Distanz. Knapp acht Minuten hatte der Zeit, sich nach seinem Zieldurchlauf in 36:18 auf den gebührenden Empfang seiner Freundin vorzubereiten. Noch knapp eine Minute später erreichte als zweite Frau Annett Schroeder aus Laatzen das Ziel (44:49). "Die ersten drei Kilometer sind wir noch zusammen gelaufen. Dann aber musste ich das Tempo ein wenig anziehen, um in meinem Zeitplan zu bleiben", erzählte die Siegerin.

Gleiches hatte auch ihr Freund erlebt, allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. An fast der gleichen Stelle hatte sich SSC-Läufer Christoph Hintz vom Konkurrenten aus dem Harz verabschiedet. "Da wurde es mir auch zu langsam", erzählte der Schützling von Trainer Dieter Conrad, von dem er sich quasi noch auf den letzten Pfiff das Okay geholt hatte, statt einer Trainingseinheit diesen Lauf mitmachen zu dürfen. Erst am Abend zuvor hatte er sich als Spätmelder seine Startnummer gesichert. Zu spät selbst für den rührigen Streckensprecher Manfred Strauß, der mit Hilfe seines bewährten Teams auf dem Zielturm ansonsten von hunderten Startern jede Menge zu berichten wusste. Der Sieger aber lief unerkannt ins Ziel. In 35:28, mit denen er vier Tage nach seinem 21. Geburtstag nicht ganz zufrieden war. "Ich habe mich heute nicht so gut gefühlt, hatte von Anfang an feste Beine", haderte Hintz ein wenig mit seiner Leistung. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren, als er letztmals auf dieser Distanz gewann, hatte er noch 2:01 min weniger gebraucht.

Mit seiner Zeit durchaus zufrieden war hingegen 30-Kilometer-Sieger Michael Müller aus Sondershausen, der zum ersten Mal entlang der fünf Schweriner Seen unterwegs war. "Mein Trainer hatte einen Zeitplan für eine Zeit von 1:45 Stunden aufgestellt, das habe ich mit 1:44,54 fast punktgenau eingehalten. Also alles super", resümierte der 29-Jährige, der Schwerin in seine Vorbereitung auf einen Herbst-Marathon eingebaut hatte. "Dass ich hier mit den doch recht harten Lankower Bergen zum Schluss so gut durchgekommen bin, macht mich optimistisch, dabei die erhofften 2:25 Stunden erreichen zu können."

Am Samstag hatte er nach 15 km die Weichen auf Sieg gestellt. "Bis dahin waren wir zu noch zu viert. Dann sagte ich mir auf einem Flachstück: Versuch abzuhauen. Und es hat zum Glück gleich geklappt", sagte der Thüringer.

Zu dem Zeitpunkt hatte der Schweriner Bert Jüngling noch ein paar hundert Meter vor sich. Allerdings lief der Schweriner Freizeitläufer "nur" die halbe Distanz. "Aber sonst hatten mich die Schnellsten der 30 Kilometer immer schon viel früher überholt", freute sich der 43-Jährige , der in 1:34:30 h als 854. ins Ziel kam und sich gemeinsam mit Ehefrau Anne-Kathrin (1:49:10) und der zehnjährigen Tochter Lea, die die 10 km ohne sichtbare Anstrengung in 1:15:52 abspulte, gute Chancen für die Familienwertung ausrechnete. Insbesondere, weil Letztere für ein Novum sorgte: "Sonst waren wir eher im Ziel und konnten auf Lea warten. Aber die Zeiten sind vorbei", konstatierte der Papa nicht ohne stolz.

Die Familienwertung war auch Motivation für Frank (1:10:45) und Heidi Schumann (1:19:29) aus Herren Steinfeld, sich auf die 10 Kilometer zu wagen. "Im Gegensatz zu meiner Frau hatte ich schon im Vorjahr meine Fünf-Seen-Lauf-Premiere. Aber ich muss sagen, das Wetter heute war viel, viel angenehmer als die Hitzeschlacht von 2010, als die Starter gleich reihenweise umkippten", sagte Frank.

Auch 15-Kilometer-Sieger Dennis Mehlfeld aus Lübeck störte der leichte Niesel unterwegs überhaupt nicht. "Nur der der immer schmieriger werdene Untergrund zum Schluss in den Lankower Bergen sorgte ein bisschen für Crosslauf-Feeling. Aber warum nicht? Das hat doch auch was." Darin wusste er sich mit weiteren 3141 Startern einig, die die 10, 15 bzw 30 km durchhielten. Und in der Zahl sind die Nordic Walker, die zum ersten Mal beim Fünf-Seen-Lauf auf die Strecke gingen, noch gar nicht enthalten.

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