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Antrag der Wittenburger Stadtvertreter vom Landkreis abgewiesen : Behörden lehnen Überweg rundweg ab

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Obwohl die Stadtvertretung ihn beschlossen hat und auch die Bürger es wollen, wird es wohl keinen Fußgängerüberweg im Bereich Steinstraße geben. Die Behörden sind dagegen und sehen das Gesetz auf ihrer Seite.

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erstellt am 25.Jul.2011 | 05:29 Uhr

Wittenburg | Obwohl die Stadtvertretung ihn beschlossen hat und auch die Bürger es wollen, wird es wohl keinen Fußgängerüberweg in Wittenburg im Bereich Steinstraße geben. Die zuständigen Behörden sind dagegen und sehen das Gesetz auf ihrer Seite. Die Begründung des Landkreises:

Gemäß VwV-StVO zu § 26 und der Richtlinie für die Anlage und Ausstattungen von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ) dürfen Fußgängerüberwege nur bei bestimmten Voraussetzungen angelegt werden, jedoch nicht auf bevorrechtigten Straßen an Kreuzungen und Einmündungen mit abknickender Vorfahrt. Diese ausschließende Voraussetzung liegt o.g. Kreuzungsbereich jedoch vor, so dass der Antrag der Stadt Wittenburg hier abzulehnen ist.

"Es gibt eine ganz klare Richtlinie, die wir einzuhalten haben, Ausnahmen sind aufgrund der Bestimmungen hier nicht möglich. Wir haben als untere Straßenverkehrsbehörde die Polizei dazu gehört und auch die Stadt als Straßenbaulastträger hätte da schon sagen müssen, dass solch ein Antrag nicht genehmigt werden kann. Da würde sich für andere Verkehrsteilnehmer eine neue Situation ergeben, mit der sie nicht rechnen können", so Holger Paegel von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises.

Stadtvertreter Michael Luchs ist da anderer Meinung, er gehe davon aus, dass die Möglichkeit bestehen würde, eine Ausnahme zuzulassen, dafür gebe es auch Beispiele. "Durch diese Begründung wird deutlich, dass diese Behörden in erster Linie den ,fließenden Verkehr berücksichtigen, als die Sicherheit unserer Bürger. Dieses ist nur ein Beispiel für oftmals unterschiedliche Standpunkte zwischen Mandatsträger und Verwaltung. Bürgernähe jedenfalls ist hier nicht zu erkennen. Und zur Zeit befinden wir uns noch im ,kleinen Landkreis Ludwigslust. Wie sich dieses in Zukunft in einem Großkreis Parchim entwickelt, kann sich jeder selbst ausmalen, so Michael Luchs, Vorsitzender des Ausschusses für Bau und Umwelt der Stadt Wittenburg.

Die Stadtvertreter hatten den Überweg nach Anregung des Ausschusses für Bau und Umwelt der Stadt Wittenburg beschlossen. Gerade für die ältere Generation, aber auch für die Schulkinder wäre diese Möglichkeit der Straßenquerung eine viel sicherere Variante, als die gegenwärtige Situation. Wie oft muss man beobachten, dass gerade die älteren Bürger und Kinder minutenlang an den Bürgersteigen stehen und darauf warten, die Hauptstraße überqueren zu können. Dieser Beschluss wurde dann der Straßenverkehrsbehörde in Ludwigslust übergeben, um eine entsprechende und notwendige verkehrsrechtliche Anordnung zu erhalten.

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