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Lokales

19. November 2017 | 02:10 Uhr

BBZ: Verkauf auf der Zielgeraden

vom

svz.de von
erstellt am 01.Jun.2010 | 08:32 Uhr

Wittenberge | Spätestens zum 1. Juli will die Lebenshilfe die Allgemein- und Berufsbildung vom BBZ übernehmen. Wahrscheinlich sei sogar ein Verkaufstermin innerhalb der nächsten zwei Wochen realistisch, informierte gestern auf Nachfrage Tom Buchholz, Geschäftsführer der Lebenshilfe Prignitz. Damit würden die Montessori-Kindertagesstätten und Schulen in Wittenberge und Neuruppin sowie die Angebote in der beruflichen Bildung den Eigentümer wechseln.

In den vergangenen Tagen seien erhebliche Fortschritte erzielt worden, so dass Gründe, die den ursprünglichen Verkauf zum 1. Mai noch verhindert hätten, beseitigt seien. "Am Montag dieser Woche gab es ein letztes Gespräch mit unserer Hausbank, die Finanzierung steht", so Buchholz. Das Finanzamt habe mittlerweile die Gemeinnützigkeit der von der Prignitzer Lebenshilfe gegründeten Integrativen Bildungsstätte Prignitz gGmbH und der Berufsbildungszentrum Prignitz gGmbH anerkannt. Auch die Eintragung ins Handelsregister sei erfolgt.

Ein Hauptgrund für das Scheitern des ersten Termins waren ausstehende Genehmigungen für den neuen Träger der Bildungseinrichtungen. Für den Kitabereich habe das Landesjugendamt per Fax die vorläufige Anerkennung erteilt, so Buchholz. Das Bildungsministerium wolle im Laufe dieser Woche die Anerkennung für die Schulen schicken.

Buchholz und Ekkehard Reichel als der geschäftsführende Vorstandsvorsitzende des BBZ betonen unisono, "dass wirklich alle Institutionen im Rahmen ihrer Möglichkeiten zügig gearbeitet haben." Der Termin 1. Mai sei vorn vornherein eine sehr optimistische Zielsetzung gewesen.

"In einem Schreiben an den Insolvenzverwalter Sebastian Laboga habe ich abschließende Vorschläge zu den Details unserer Pläne mitgeteilt", so Tom Buchholz. Die Entscheidung über den Verkaufszeitpunkt liege beim Insolvenzverwalter.

Eine noch spätere Übernahme zum 1. August schließt Buchholz aus: "Das wäre nicht im Interesse der Eltern und Kinder." Sie bräuchten jetzt schnell Klarheit, wo sie ihre Kinder zur Schule anmelden oder in die Betreuung geben möchten. Keinen konkreten Verkaufszeitpunkt nannte hingegen gestern ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Man sei sich mit der Lebenshilfe weiterhin einig über einen Verkauf. "Die Veräußerung soll schnell über die Bühne gehen", so Labogas Sprecher.

Unterdessen hat das BBZ zehn weiteren Mitarbeitern am Montag die Kündigung zum 31. August ausgesprochen, bestätigt Ekkehard Reichel. Unter anderem wird das Perleberger Wohnheim in der Dergenthiner Straße geschlossen. Für das neue Ausbildungsjahr gebe es nur fünf interessierte Mieter. "Damit ist eine Wirtschaftlichkeit nicht gegeben."

Die Entlassungen würden nicht Aussagen der Lebenshilfe widersprechen, möglichst die knapp 150 Mitarbeiter des Bildungsträgers zu übernehmen. Nach Bekanntwerden des Verkaufs an die Lebenshilfe hatte Buchholz gegenüber unserer Zeitung gesagt, dass zur Marktanpassung Veränderungen notwendig werden könnten.

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