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Bauwerksstreit beigelegt: Schönherr kürzte Kunstwerk auf vier Meter Höhe

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erstellt am 04.Okt.2010 | 07:05 Uhr

Bestenrade | Nach dem monatelangen Streit um die erlaubte Höhe eines Baukunstwerkes in Bestenrade stehen die Zeichen auf Entspannung. Baumeister Ernst Schönherr kürzte ein mecklenburgisches Bauernhaus um einen Meter auf nun vier Meter Höhe ein. Damit nicht genug: Der 72-Jährige kündigte gestern überraschend an, keine weiteren Kunstwerke mehr auf seinem Grundstück errichten zu wollen. "Das ist doch bestimmt eine gute Nachricht für die Baubehörde. Die Mitarbeiter brauchen in Zukunt nicht mehr zu mir kommen, weil ich definitiv nichts Neues kreieren werde", sagte Schönherr.

In den vergangenen Wochen war der Baumeister einer Forderung des Landkreises nachgekommen, das Bauernhaus um einen Meter zu kürzen. Also griff er zur Säge und kappte den Dachstuhl. "Das Haus sah danach zwar richtig verstümmelt aus. Aber ich fand eine Lösung und befestigte einen Giebelschmuck, bestehend aus einem Kuh- und Bullenkopf. Dadurch bleibt ein Spitzdach angedeutet", so Schönherr.

So ganz kann er noch immer nicht nachvollziehen, dass er unter Androhung einer Geldzahlung das Bauernhaus auf eine Höhe von vier Metern stutzen musste. "Ich kann nicht verstehen, dass man wegen eines Meters so einen Aufstand macht", sagt der Baumeister.

Bereits vor Monaten hatte Schönherr Hand an einem anderen Bauwerk anlegen müssen. Sein nachgebauter Pariser Eiffelturm fiel ebenfalls der Säge zum Opfer. Der Baumeister kürzte den Turm von elf auf sieben Metern. Eine Touristenattraktion ist das Ding nicht mehr, dafür hat Schönherr aber einen neuen Verwendungszweck dafür gefunden. "Ich verwandle es in einen Eiffelturmschuppen und werde darin Kaminholz lagern." Schließlich stapelt keiner so hoch wie Schönherr.

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