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Bauministerium sichert Goldberg Fördermittel zu

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erstellt am 24.Okt.2010 | 05:49 Uhr

Goldberg | Baufällige Häuser, Leerstand und fehlende Modernisierung - Goldbergs Lange Straße bietet an vielen Ecken einen traurigen Anblick. Das soll sich nun ändern. Das Ministerium für Verkehr, Bau und Landesentwicklung stellt Städtebaufördermittel für das Programmjahr 2010 in Höhe von wiederum 290 000 Euro in Aussicht. In fünf Jahresscheiben bis 2014 steht damit weiteres Geld für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung. Dieses soll vor allem in private Modernisierungsvorhaben in der Langen Straße fließen.

Die Hauptverkehrsachse Goldbergs habe bislang nur wenig von Fördermitteln profitiert, resümierte noch vor wenigen Monaten Dr. Ronald Unbehau, der im Auftrag der BIG Städtebau - Sanierungsträger der Stadt Goldberg - ein entsprechendes Gutachten erstellt hatte. Bislang sei zu viel Geld in die Sanierung von Straßen sowie den Ausbau des Neubaugebietes geflossen. Gerade der Stadtkern habe ständig hinten angestanden, so die Kritik. Erst kürzlich hatten auch einige Mitglieder des neugegründeten Tourismusvereins "Wälder, Seen und mehr - Goldberg-Mildenitz" moniert, der desolate Zustand der Straße schrecke Urlauber ab. Mit den jetzt bewilligten Fördermitteln soll hier nachgebessert werden.

In der Vergangenheit sei bereits viel Geld in die Mildenitzstadt geflossen ist, betont das Bauministerium. "Die Stadt Goldberg wird von 1991 bis 2010 umfangreich mit Städtebauförderungsmitteln gefördert", so Rudolf Schlömann-Vagedes, Referatsleiter im Bauministerium. Er beziffert die Mittel mit 10,8 Millionen Euro. Gleichzeitig macht er deutlich, wovon der Verbleib im Städtebauförderungsprogramm über 2010 hinaus abhängt: "Eine Einschätzung zur Umsetzung der ersten Schritte" des dem Ministerium vorgelegten Stadtentwicklungskonzeptes wird von der Stadt Goldberg erbeten.

Es gelte also, die Absichtserklärungen aus acht Workshops und Arbeitsgruppensitzungen in konkrete Maßnahmen zu fassen und Finanzierungsmöglichkeiten auszuloten, sagt Frank Claus vom Treuhänderischen Sanierungsträger, der BIG-Städtebau GmbH.

Die zugesagten Städtebauförderungsmittel sollen ihm zufolge vorrangig in weitere private Modernisierungsmaßnahmen fließen. Mit der Zusage können bereits vorliegende Anträge bedient werden. "Auch neue Antragsteller haben jetzt wieder Aussicht auf Aufnahme in das Programm". Frank Claus fordert insbesondere die Eigentümer von Grundstücken in der Langen Straße auf, Fördermittel zu beantragen: "Diese Gebäude können laut Beschluss der Stadt Goldberg mit den maximal möglichen Fördersätzen bedacht werden".

Auch die Erhebung der Ausgleichsbeträge im Sanierungsgebiet sei laut Gerd Wüster, Leiter des Bauamtes des Amtes Goldberg-Mildenitz, gut angelaufen. Diese Mittel kämen unmittelbar wieder der Sanierungsmaßnahme zu Gute und werden angesichts der angekündigten Kürzungen der Bundesfinanzhilfen dringend benötigt.

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