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Lokales

22. September 2017 | 19:13 Uhr

Bauernhaus nach Blitzschlag in Brand

vom

svz.de von
erstellt am 10.Jun.2010 | 08:15 Uhr

Wootz | Nach einem Blitzeinschlag brannte am Mittwochabend ein reetgedecktes Fachwerkhaus in der Rosendorfer Straße in Wootz (Amt Lenzen Elbtalaue) bis auf die Grundmauern nieder. Glück im Unglück hatten die Eigentümer des Hauses: Die aus Nordrhein-Westfalen stammende Familie, die das Gebäude erst kürzlich erworben hatte und sich dort ihren Alterswohnsitz herrichten wollte, war zum Unglückszeitpunkt nicht vor Ort.

Frank Wilke, der ebenfalls in der Rosendorfer Straße wohnt, beobachtete das herannahende Unwetter von der Terrasse aus. "Der Himmel wurde immer dunkler und unheimlicher", schildert Wilke. Der Wind habe nahm extrem stark zu und kirschgroße Hagelkörner prasselten herunter.

"Plötzlich gab es einen Riesenknall, wurde es ringsum hellblau. Die Sicherungen flogen sofort bei uns im ganzen Haus raus und sogar die Klappe der Spülmaschine sprang auf", schildert Frank Wilke den Moment des Blitzeinschlages. Kurz darauf erhielt er von seinem Sohn einen Anruf, der das sich ausbreitende Feuer im Haus nebenan aus dem benachbarten Mödlich beobachtete. Sofort machte sich Wilke auf den Weg zur Unglücksstelle, war als einer der Ersten vor Ort. "Als ich ankam, stand der hintere Teil des Hauses bereits lichterloh in Flammen. Kurz darauf brannte das ganze Haus."

Als die ersten Feuerwehrkameraden am Brandort eintreffen, steht das Dach bereits in hellen Flammen. "Gegen 20.30 Uhr hatten wir den Brand unter Kontrolle, Feuer aus konnte um 23 Uhr gemeldet werden", berichtet Lenzens Amtswehrführer Steffen Bethke. Im Anschluss mussten die Kameraden bis 5 Uhr gestern früh Brandwache halten und nachlöschen, da Glutnester im Reetdach mehrfach wieder aufflammten. "Außerdem mussten wir die angrenzenden Gebäude schützen, um zu verhindern, dass das Feuer übergreift", so Bethke. Am Haus entstand nach seiner Einschätzung Totalschaden, die Polizei schätze ihn auf rund 300 000 Euro.

Insgesamt waren zehn Feuerwehren des Amtes mit 85 Kameraden im Einsatz. Außerdem musste die Bundesstraße 195 für die Löscharbeiten von der Polizei zeitweise vollständig gesperrt werden. "Im Namen der Gemeinde möchte ich mich bei den beteiligten Wehren bedanken. Sie haben Schlimmeres verhindert", zollt Klaus Borrmann, Bürgermeister der Lenzerwische, den Kameraden für ihren Einsatz ein großes Lob.

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