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Lokales

17. Oktober 2017 | 05:56 Uhr

Bauern machen mit Protest mobil

vom

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erstellt am 05.Jun.2011 | 08:43 Uhr

Stadtmitte | Beim Start zur Proteststernfahrt nach Berlin haben am Sonnabend auf dem Neuen Markt Landwirte, Agrarexperten, Tier- und Umweltschützer eine faire, tiergerechte und ökologische Landwirtschaft gefordert. An ihren Traktoren und anderen Autos prangen Forderungen wie "Bauernhöfe statt Agrarindustrie" . Viele Landwirte sprechen von ihrer Situation: "Wir setzen uns für die bäuerliche Landwirtschaft ein", sagt Bauer Helmut Peters aus Siemitz, der mit Sohn Carsten je einen Traktor bei der Sternfahrt zum Kanzleramt nach Berlin fährt. Peters wirtschaftet nach dem Neuland-Verein-Prinzip. Diese Bauern-Organisation setzt sich für artgerechte Haltungsbedingungen, faire Preise für Produzenten und Arbeit ohne Gentechnik ein. Nur so hat die Landwirtschaft Zukunft.

Mit dabei ist Bauer Helmut Precht. Er plädiert dafür, dass jeder seinen Betrieb führt. "Während die Politik behauptet, dass es besser ist, alles zusammen zu legen, ist in unseren Augendas Gegenteil der Fall", sagt Precht. "In Regionen, wo es Bauernhöfe gibt, ist die Arbeitslosigkeit geringer und werden mehr Kinder geboren", sagt er. Auch Dr. Burkhard Roloff, Agrarexperte beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) unterstützt den Protest: "Die Agrarpolitik zerstört bäuerliche Betriebe, sie schadet dem Klima, der Umwelt und versursacht dadurch hohe gesellschaftliche Kosten. Wir wollen uns diese verfehlte Argrarpolitik nicht mehr erlauben", sagt Roloff.

Im Anschluss macht die Sternfahrt an den Gentechnikfeldern in Sangerheide und an einer Schweinemastanlage Station. Die Sternfahrt endet Donnerstag in Berlin, wo die Teilnehmer Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Bauerntafel decken wollen.

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