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Lokales

23. November 2017 | 12:30 Uhr

Basthorst bekommt Waldresidenz

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svz.de von
erstellt am 29.Okt.2010 | 08:34 Uhr

Basthorst | Es wird noch tüchtig gewerkelt an der Waldresidenz in Basthorst, und doch soll sie schon bald die ersten Gäste beherbergen. Das Hotel soll dieses Jahr fertig werden. In dem modernen Neubau, nur wenige Schritte vom Schloss entfernt, entstehen 47 Doppelzimmer, à-la-carte-Restaurant, Küche sowie Fest- und Tagungsräume, die sowohl für Konferenzen als auch für Familienfeiern geeignet sind. Außerdem wird es eine Tiefgarage mit 25 Pkw-Stellplätzen geben.

"In dem größten Tagungsraum finden bis zu 400 Personen Platz", sagt Marjon Wolthuis. Ihr und ihrem Mann Mark Hopman gehören das Schloss und die Waldresidenz. Der Neubau erhielt diesen Namen, weil er dicht am Wald liegt und Gäste auf der Rückseite des Hotels freien Blick auf die Landschaft haben.

Warum das Schloss Basthorst mit Hotel, Restaurant und Wellness-Bereich Zuwachs erhält, erklärt Marjon Wolt huis so: Die Unterkünfte im Schloss mit 19 Doppelzimmern, 26 Zimmern im Turmhaus und den acht Familienapartments im Nebenhaus sind in der Sommersaison und vor allem an Wochenenden sehr gefragt. Auch Hochzeitsgesellschaften mieten sich hier bevorzugt ein. Dann aber musste oft anderen Hotelgästen abgesagt werden, die im Schloss Ruhe und Entspannung suchten. Das wolle man künftig besser in Einklang bringen.

Die Geschäftsführerin nennt einen weiteren Gesichtspunkt: Die Winston-Golfanlage bei Vorbeck wird in großem Stil erweitert. Schon jetzt beherbergt das Schloss zahlreiche Golfer. Mit Fertigstellung der Anlage wird sich deren Zahl erhöhen. All diese Gründe - einschießlich betriebswirtschaftliche - sprachen für den Neubau, so Marjon Wolthuis. Er kostet mehrere Millionen Euro. Auf dem ausgewählten Platz stand früher ein DDR-Plattenbau, in dem zuletzt die Lehrlinge von Schloss Basthorst untergebracht waren. Sie haben neue, bessere Unterkünfte erhalten. Mit dem Abriss des Plattenbaus verschwanden zugleich alte Schuppen, die längst nicht mehr ins Dorfbild passten.

Vor gut einem Jahr erfolgte der erste Spatenstich für die Waldresidenz, Ende August wurde Richtfest gefeiert. In wenigen Wochen sollen die ersten Gäste begrüßt werden. Und damit sich die Einwohner der umliegenden Kommunen ein Bild vom neuen Hotel mit dem öffentlichen Restaurant machen können, wird die offizielle Eröffnung im Frühjahr gefeiert. Es gab einzelne Stimmen, so Marjon Wolthuis, die befürchteten, dass das Schloss durch den Neubau zugebaut werde und der Blick auf das denkmalgeschützte Gebäude verloren gehe. Doch die Gebäude sollen nicht konkurrieren, sondern sich ergänzen, betont sie. Schon bei den ersten Beratungen mit Baufachleuten und Denkmalschützern habe von vornherein festgestanden, dass ein zweites prägendes Gebäude keinen historischen Charakter, sondern einen modernen habe solle. Und das, so meinen die Bauherren, sei durchaus gelungen. Marjon Wolthuis: "Der Charme des Schlosses wird keineswegs verloren gehen."

Es bleibt den Gästen weiterhin erhalten. Neben den 19 Hotelzimmern bleibt zudem eine kleine Küche, so dass Gäste einen Salatteller oder andere Kleinigkeiten hier zu sich nehmen können. Kaffee und Kuchen wird es ebenfalls geben. Und auch Großmutters Kuchenbüfett, zu dem sonntäglich eingeladen wird, behält sein Domizil in diesem altehrwürdigen Haus.

Schloss Basthorst wird dann mit dem Turmhaus und der künftigen "Waldresidenz" insgesamt 92 Zimmer sowie acht Apartments anbieten können.

Um die Aufgaben bewältigen zu können, sucht das Unternehmen neue Mitarbeiter: Azubis wie Fachkräfte. Sie werden vorwiegend in den Bereichen Küche, Service und Rezeption benötigt. "Wir beschäftigen derzeit 55 Mitarbeiter und werden wohl um zehn weitere aufstocken", blickt die Geschäftsführerin voraus.

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