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Lokales

21. November 2017 | 13:05 Uhr

Bankexplosion: Neue Details zur Tat

vom

svz.de von
erstellt am 04.Jun.2010 | 07:45 Uhr

malliss | Am 25. Mai wurde um 1.53 Uhr das Bankgebäude der Volksbank in Malliß durch eine Explosion fast vollständig zerstört (SVZ berichtete).

Die Polizei hat jetzt Ermittlungsergebnisse veröffentlicht. Danach wollten die Täter den Geldautomaten mit einem Gasgemisch aufsprengen. Hierzu setzten sie Sauerstoff und Azetylen ein. Durch eine Fehlbedienung wurde eine erheblich größere Sprengwirkung erzielt und so das Gebäude der Bank zerstört. Hätte es sich um eine Bank in einem Wohngebäude gehandelt, wäre mit Personenschaden zu rechnen gewesen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Täter bei der Sprengung Verletzungen davon getragen haben, schätzt die Polizei als sehr hoch ein. Möglicherweise habenn sich einer oder mehrere in einer Praxis oder einem kleineren Krankenhaus behandeln lassen.

Vermutlich haben die Täter einen Audi Q 7 benutzt. Dieses Fahrzeug flüchtete nach der Sprengung mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort und soll dann noch einmal kurz danach zurückgekehrt sein, um einen auf dem gegenüberliegenden Parkplatz postierten Teles koplader anzuzünden. Dieser war vor der Sprengung von einer 750 Meter entfernten Baustelle gestohlen worden. Vermutlich sollte er für den Abtransport der Beute genutzt werden.

Batterie vermutlich bei Sprengung benutzt

Zeugen zufolge soll sich auch ein weißes VW Pritschenfahrzeug mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort entfernt haben. Die Polizei vermutet, dass sich die Täter vor der Tat in Tatortnähe getroffen haben, um ihre Fahrzeugkennzeichen zu ändern oder zu wechseln.

Eine Ausstrahlung des Falles ist im MDR-Fernsehen für den morgigen Sonntag um 19.50 Uhr in der Sendung "Kripo Live" geplant. Die Sendung wird am Montag, 7. Juni, um 11.20 Uhr wiederholt. In ihr wird auch eine Batterie gezeigt. Diese war nach der Explosion gefunden worden und ist wahrscheinlich bei der Sprengung benutzt worden. Sie weist einen handschriftlich aufgemalten Zahlencode auf.

Am Tatort wurden außerdem eine Sauerstoffflasche und eine Azetylenflasche zurückgelassen - gestohlen aus einer Firma in Pritzwalk. Dort verschwanden am 14./15. April insgesamt zehn Flaschen. Unter Umständen hatten die Täter sie nach dem Diebstahl in der Nähe von Pritzwalk deponiert, um sie später abzutransportieren.

Die Polizei sucht nach Zeugen, die etwas Verdächtiges gesehen haben und so zur Aufklärung der Tat beitragen können. Sachdienliche Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Schwerin unter Tel.: 0385-20702222 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Für Zeugenhinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, hat der Leiter der Polizeidirektion Schwerin eine Belohnung von bis zu 2000 Euro ausgelobt.

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