Pang reicht Bauantrag für neue Frachthalle in Parchim ein : Bank steht zu Airport-Ausbau

Hauptgebäude des Parchim International Airportdpa
Hauptgebäude des Parchim International Airportdpa

Bewegung an der Startbahn: Dreieinhalb Jahre nach dem Verkauf des Flughafens Parchim an den chinesischen Investor Jonathan Pang stehen die lange ersehnten Millionen-Investionen offenbar vor der Realisierung.

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11. Dezember 2010, 03:07 Uhr

Parchim | Bewegung an der Startbahn: Dreieinhalb Jahre nach dem Verkauf des Flughafens Parchim an den chinesischen Investor Jonathan Pang stehen die lange ersehnten Millionen-Investionen offenbar nun doch vor der Realisierung. Inzwischen sei ein Bauantrag für neue Frachthallen auf den Weg gebracht worden, sagte Wolfgang v. Rechenberg, SPD-Fraktionschef im Parchimer Kreistag, gestern. Auch ein neuer Tower stehe ganz oben auf den Investitionsplänen. Pang wolle insgesamt 30 Millionen Euro in den Standort stecken, hieß es gestern in Flughafenkreisen. Nach in diesem Jahr gestiegenen Frachtraten und Flugbewegungen reichten die Umschlagskapazitäten nicht mehr aus, sagte Rechenberg. Pang sei darauf angewiesen, umgehend die Lagerhallen zu erweitern.

Inzwischen hat der chinesische Flughafenbetreiber Rechenberg zufolge auch einen "belastbaren" Finanzierungsnachweis einer Bank vorgelegt und die Investitionspläne konkretisiert. Damit hofft der Kreis, massive Bedenken des Landes gegen den im Frühjahr geänderten Privatisierungsvertrag abbauen zu können. Damals hatte Parchim Pang 12,75 Millionen Euro der ursprünglich vereinbarten insgesamt 30 Millionen Euro erlassen. Nachdem Pang 13 Millionen Euro nach dem umstrittenen Verkauf von 53 Hektar an den australischen Immobilienentwickler Goodman an den Kreis überwiesen hatte, braucht er jetzt nur noch fünf Millionen Euro zahlen - und das gestreckt über fünf Jahre. Im Beschluss des Kreistages sei jetzt klar gestellt worden, dass Pang für den Fall, dass er seinen Investitionsverpflichtungen nicht nachkomme, den gesamten ausstehenden Kaufpreis zu zahlen habe, hieß es gestern beim Kreis.

Jetzt sei der Weg frei für die Investitionen, sagte Rechenberg. "Der Optimismus überwiegt." Am Donnerstag hatte der Kreistag entsprechende Nachbesserungen in der Privatisierungsvereinbarung beschlossen. Alles das, was notwendig gewesen sei, liege jetzt vor, sagte Parchims Kreistags präsidentin Gudrun Stein. "Es gibt keinen Grund, zu zweifeln", erklärte die CDU-Politikerin.

Parchim rechne "umgehend" mit einer Genehmigung der geänderten Privatisierungsvereinbarung, sagte Rechenberg. Dann stehe auch der Überweisung der ersten Rate der ausstehenden fünf Millionen Euro nichts mehr entgegen. Rechenberg geht davon aus, dass das Geld "umgehend überwiesen" werde. Pang hatte den ursprünglich für September vereinbarten Zahlungstermin mit dem Hinweis verstreichen lassen, dass der Privatisierungsvertrag bislang nicht genehmigt worden sei.

Der Landkreis Parchim habe wie gefordert Stellung genommen und erklärt, die Bedenken des Innenministeriums ausräumen und die notwendigen Entscheidungen herbeiführen zu wollen, teilte das Innenministerium gestern mit. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

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