Bank in Malliß wird wieder aufgebaut

An dieser Stelle errichtet die Volksbank wieder eine neue Filiale. Auch das Nachbargebäude, das bei der Explosion stark beschädigt wurde, soll wieder hergestellt werden.Archiv
An dieser Stelle errichtet die Volksbank wieder eine neue Filiale. Auch das Nachbargebäude, das bei der Explosion stark beschädigt wurde, soll wieder hergestellt werden.Archiv

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27. Juli 2010, 06:52 Uhr

Malliß | Die Volksbank Osterburg-Lüchow-Dannenberg will das bei einem versuchten Bankraub in die Luft gesprengte Gebäude in Malliß wieder aufbauen. "Wir wollen bis Weihnachten die Geschäftsstelle wieder eröffnen", sagte Vorstandsmitglied Volker Mahnke. Noch seien einige Sachen mit dem Bauamt abzustimmen, dann könne der Wiederaufbau beginnen. Mit dieser Baumaßnahme erhält die Gebäudereihe wieder ihr ursprüngliches Gesicht zurück. Die Volksbank wird in Zukunft jedoch auf Personal in dieser Filiale verzichten. War die Zweigstelle zuvor an drei Tagen in der Woche besetzt, werde es nach der Wiedereröffnung nur administrative Dienstleistungen in Form von Geld- und Kontoauszugsautomat sowie eines Briefkastens geben, so Mahnke. "Für persönliche Kundengespräche stehen die Mitarbeiter in Eldena und Dömitz zur Verfügung", ergänzte das Vorstandsmitglied.

Ursel Koriandt, Geschäftsfrau und Pächterin des bei der Explosion zu 80 Prozent zerstörten Nachbargebäudes, freut sich über den Wiederaufbau. "Ich hätte mir einen Umzug zurück ins alte Geschäft zwar schneller gewünscht, aber die Nachricht, dass alles wieder so wie früher wird, ist schön", sagt Ursel Koriandt, deren Umsätze in ihrem Lotto-, Paket- und Postservicegeschäft um 30 Prozent zurückgegangen seien.

Auch Gundi Holtrup, Eigentümerin der zwei beschädigten Häuser, ist zufrieden mit der Entscheidung der Volksbank. "Wir werden jetzt die Baugenehmigung beantragen, dann kann es los gehen", so Holtrup.

Die Baumaßnahmen sind nötig geworden, da am 25. Mai unbekannte Täter versuchten, den Geldautomaten der Bankfiliale mit einem Gasgemisch aufsprengen. Hierzu setzten sie Sauerstoff und Azetylen ein. Durch eine Fehlbedienung wurde eine erheblich größere Sprengwirkung erzielt und so das Gebäude der Bank zerstört. Geld erbeuteten die Täter, die noch auf freiem Fuß sind, nicht.

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