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Zehn Männer festgenommen : Bande von Kupferdieben ausgehoben

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Die Polizei hat eine mutmaßliche Bande ausgehoben, die sich auf den Diebstahl von Buntmetallen spezialisiert hatte.

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erstellt am 03.Apr.2011 | 06:06 Uhr

güstrow | Die Polizei hat eine mutmaßliche Bande ausgehoben, die sich auf den Diebstahl von Buntmetallen spezialisiert hatte. Der Schlag gelang am Donnerstag, als Beamte der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock gemeinsam mit Beamten der Kriminalpolizeiinspektion (KPI) Rostock und dem Kriminalkommissariat Güstrow im Auftrag des Amtsgerichtes Rostock insgesamt zehn Wohnungen in Güstrow und Umgebung der Kreisstadt durchsuchten.

Die Bande, bestehend aus acht deutschen und einem bosnischen Tatverdächtigen im Alter von 22 bis 30 Jahren, steht im Verdacht, in mindestens 53 Fällen Buntmetall gestohlen und dieses gewinnbringend veräußert zu haben. Abnehmer der "Kupferware" waren vorwiegend Schrotthändler.

Schwerpunkte: Kirchen und Bahnanlagen

Bei den Wohnungsdurchsuchungen konnten die Beamten umfangreiches Beweismaterial sicherstellen, u.a. Werkzeuge, Handfunkgeräte und Mobiltelefone sowie Bargeld in Höhe von 2500 Euro. Zudem wurde ein Serbe ohne Ausweispapiere festgenommen, der sich entgegen einer Abschiebungsverfügung unerlaubt in Deutschland aufhielt.

Seit mehreren Jahren verunsichern Einzeltäter, aber zunehmend auch vermutlich ganze Banden das Bundesgebiet mit der Jagd auf alle möglichen Erzeugnisse aus Kupfer und Kupferlegierungen. Besondere Schwerpunkte sind dabei z.B. Bahnanlagen, was für den Zugverkehr schon zu Einschränkungen führte und Gefahren heraufbeschwört. Auch für die Täter selbst sei die Demontage von Bauteilen und Kabeln an unter Strom stehenden Anlagen nicht ungefährlich, warnt ein Sprecher der Bundespolizei.

Um dem kriminellen Treiben Einhalt zu gebieten, haben die KPI Rostock und die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock im Oktober 2010 zur Koordination ihrer Arbeit eine "Gemeinsame Ermittlungsgruppe Buntmetall" gebildet.

Erst in dieser Woche war eine Baustelle in der Güstrower Südstadt Ort eines spektakulären Raubes, als die Täter rund 80 Meter bereits installierten Kupferrohrs ausbauten und mitnahmen. Besonders "beliebte" Ziele für Buntmetalldiebe sind auch Kirchen und andere historische Gebäude mit ihren viele Meter langen häufig kupfernen Dachrinnen und Fallrohren.

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