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Lokales

19. August 2017 | 11:29 Uhr

Bahnbrücke wird erneuert

vom

Perleberg | Die Bahnbrücke über die Stepenitz hat ausgedient: Ab 17. September wird das alte Bauwerk durch ein neues ersetzt. Wie gestern von Bahnsprecher Gisbert Gahler zu erfahren war, wird der Bahnhof Perleberg für dieses Vorhaben bis zum Morgen des 12. Dezember gesperrt. An diesem Tag tritt auch der Winterfahrplan 2010/2011 in Kraft. Im gleichen Zeitraum fallen zudem die Züge auf der Strecke Wittenberge-Groß Pankow aus. "Wir nutzen die Sperrzeit überdies, um zwischen dem 18. September und 24. Oktober zusätzlich Gleise zwischen Groß Pankow und Pritzwalk zu erneuern", so Gahler. Statt der entfallenden Züge werde ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

An und für sich soll der Prignitz-Express mit Geschwindigkeiten von 80 bis 120 Stundenkilometern fahren. Eigens dafür wurde die Strecke zwischen Wittenberge und Berlin ertüchtigt. Durch Perleberg jedoch bewegt sich der RE 6 wegen des schlechten Zustandes der Stepenitz-Querung nur im Schneckentempo. Die Planungen für den Ersatzneubau der Bahnbrücke sind unterdessen abgeschlossen. Die Bauarbeiten selbst müsse man sich nicht so aufwändig vorstellen, wie es von außen vielleicht scheint. Üblich sei es, die Brückenteile vorzumontieren und das Konstrukt dann nur noch hineinzuschieben, verdeutlicht Gahler und ergänzt, dass sich dieses Vorgehen bereits bei zahlreichen anderen Brückenbauten bewährt habe. Der Bahnsprecher macht darauf aufmerksam, dass das beauftragte Berliner Planungsbüro im Bereich der Stepenitz in besonderem Maße ökologische Aspekte zu berücksichtigen hatte. Zeitverzögernd habe sich zudem ausgewirkt, dass die Belange verschiedener Rechtsträger unter einen Hut gebracht werden mussten - die der Bahn, der Stadt und die der Wasserwirtschaft.

Unmittelbar vom Brückenbau betroffen ist auch der städtische Polloweg, der scheinbar auf einer separaten Brücke neben der Bahn verläuft. Beide Brücken befinden sich jedoch im Prinzip auf ein und demselben Widerlager. Auch die Fußgängerbrücke sei sanierungsbedürftig, sehr wahrscheinlich ist sie sogar älter als die Bahnbrücke, äußerte Bauamtsleiter Wolf-Rüdiger Bleeck bereits vor einigen Monaten in einem Gespräch mit unserer Zeitung

Wie Gisbert Gahler gestern erklärte, sei inzwischen auch endgültig entschieden, dass der Neubau genau auf der Trasse der alten Stepenitzbrücke erfolge. Eine moderne Brücke sei auch wichtig, weil zum einen das ständige Abbremsen und Beschleunigen der Züge Kosten verursache und weil sich zum anderen der Komfort für die Reisenden durch kürzere Fahrzeiten verbessern lasse.

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erstellt am 20.Aug.2010 | 05:25 Uhr

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