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Lokales

11. Dezember 2017 | 03:11 Uhr

Bagger im Botanischen Garten

vom

svz.de von
erstellt am 18.Mai.2010 | 07:51 Uhr

Hansaviertel | Bis Anfang Oktober soll im Botanischen Garten ein neues Gewächshaus entstehen. Besuchern wird das 400 000 Euro teure Gebäude allerdings nicht zugänglich sein, da es für die Anzucht sowie die Unterbringung von Pflanzen in Kübeln, beispielsweise im Winter, gedacht ist. Während der Bauarbeiten müssen diese Kübel gegen Miete bei einem Privatunternehmen zwischengelagert werden. "Das Haus wird rund 240 Quadratmeter groß", sagt Holger Kotermann, der an der Universität Rostock die Bauprojekte bearbeitet.

Es sollen zwei Gewächskabinen sowie ein Büro- und Arbeitsgebäude entstehen. Das alte Haus ist baufällig und muss aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Zusammen mit dem Bau von Grundleitungen, der Umstellung der Heizung von Öl auf Gas im gesamten Garten und der Instandsetzung der Regenentwässerung entstehen Kosten von etwa einer Million Euro.

Das neue Gewächshaus ist aber nicht das einzige Projekt im Botanischen Garten. Bis 2013 will Kotermann möglichst einen zweiten Zugang im Süden errichten. Dafür hat er zusammen mit einem Landschaftsarchitekten eine denkmalpflegerische Zielstellung erarbeitet, der momentan der letzte Feinschliff verpasst wird. Demnach soll der neue Eingang an der Tschaikowskistraße über ein Grundstück der Wohnungsgeselschaft Wiro verlaufen. "Die hat sich schon positiv geäußert", sagt Kotermann. Bis zum Baubeginn sind aber noch die Finanzierung und die konkrete Ausgestaltung zu klären. Der Untergrund muss überprüft, eventuell Bäume angepflanzt werden.

Kotermann rechnet grob geschätzt mit 50 000 bis 70 000 Euro Kosten, wobei ein Grundstückskauf nicht eingerechnet ist. "Das hängt sehr von den verwendeten Materialien ab", sagt er. Das Geld müsste allein die Uni aufbringen, obwohl zahlreiche Akteure an dem Projekt beteiligt sind: der Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL), die Universität, diverse Ämter der Stadt Rostock, ein Landschaftsarchitekt und die Landesdenkmalpflege. "Der Botanische Garten ist eine geschützte Parkanlage", sagt Kotermann.

Langfristig plant er, Eintritt im Umfang von 50 Cent bis einem Euro von den Besuchern zu erheben. "Das ist zwar lange nicht kostendeckend, aber wir sind ja schwerpunktmäßig eine Forschungseinrichtung." Noch fehlen für diesen Plan aber die Voraussetzungen. Personal an den Eingängen ist zu teuer, mit einer Spendendose befürchtet Kotermann, allein Rentner zu belasten, die sowieso knapp bei Kasse sind. Der Planer bevorzugt deswegen die Errichtung einer Schranke. Die soll beim neuen Zugang gleich mit installiert werden, die Seite zur Hamburger Straße müsste nachgerüstet werden. Wie viel Geld dadurch eingenommen würde, ist unklar. Denn Besucherzahlen können erst erfasst werden, sobald der neue Zugang gebaut ist. Und ob der wirklich bis 2013 steht, lässt Kotermann offen. "In den Jahren 2012 und 2013 hat die Uni mehrere Bauprojekte vor."


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