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Ausgleichsmaßnahme mit wenig Weitblick : Bäume am Radweg unter "Hochspannung"

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Uns erreichte folgender Anruf: "Wer hat denn das veranlasst? Das ist doch wohl ein Schildbürgerstreich. Mitten unter die Hochspannungsleitung wurden Bäume gepflanzt." Wir begaben uns natürlich umgehend in die Spur.

svz.de von
erstellt am 27.Jul.2011 | 07:39 Uhr

Perleberg | "Wer hat denn das veranlasst? Das ist doch wohl ein Schildbürgerstreich. Mitten unter die Hochspannungsleitung wurden Bäume gepflanzt." Über so was solltet ihr auch schreiben, sagte der Anrufer und legte auf. Wir hingegen begaben uns umgehend in die Spur.

Die Rede ist von dem Radweg von Perleberg nach Düpow, besser gesagt von dem neuen Stück, das Anfang des Jahres hinzu kam. Düpower hatten immer wieder kritisiert, dass Radfahrer, und derer gibt es viele auf dieser Strecke, gezwungen waren, die stark befahrene B 5 in Höhe des Bahnübergangs zu queren. Sie mussten dabei sowohl den Straßen- als auch den Schienenverkehr im Auge behalten.

Mit dem Neubau des Bahnüberganges Anfang des Jahres wurde nun nicht nur eine neue Lichtsignalanlage für die Kraftfahrer und die Radler installiert, sondern auch ein Stück Radweg samt Querungshilfe neu gebaut. Rund 73 000 Euro ließ sich das die Bahn kosten. Mit dem Baulastträger, sprich dem Landesbetrieb für Straßenwesen, hatte sie eine sogenannte Kreuzungsvereinbarung abgeschlossen.

So war der Landesbetrieb natürlich auch zugegen, als die technisch Abnahme der Baumaßnahmen erfolgte. "Gelinde gesagt waren wir alles andere als glücklich, als wir feststellten, dass junge Bäume entlang des neuen Radweges als Ersatz auch direkt unter die Hochspannungsleitung gepflanzt wurden und haben es auch als Mangel festgehalten", gesteht Kerstin Finis-Keck, Leiterin der Niederlassung West des Landesbetriebes für Straßenwesen. Denn auch kleine Bäume werden einmal groß. Aus diesem Grund sollen die Ersatzpflanzungen unmittelbar unter der Hochspannungsleitung im Herbst umgesetzt werden.

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